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Fachkongress 10/2005

Spannungsfeld - Vorurteil und Verständnis
Interkulturelle Beratung und Therapie von Kindern, Jugendlichen und deren Familien

05. - 07. Oktober 2005 in Bremen


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Zur Person:
Vortrag:
Gesa Jürgens

Dipl.-Psychologin, Psychotherapeutin, arbeitet seit 30 Jahren in Lehre, Forschung und Therapie, Mit-begründerin des Instituts für Familientherapie, Weinheim, für die Arbeit mit multikulturellen Systemen entwickelte sie für Berater und Therapeuten Curricula, die sie in Teams seit 1986 mit Life-Supervisionen an Orten des Geschehens realisiert

Die Ressourcen der BeraterIn als Boden für die Arbeit mit Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen

Der Vortrag fußt auf mehr als zwanzigjähriger Ausbildungserfahrung für systemische Beratungs- und Familientherapie mit multikulturellen Systemen. Es werden Beispiele dafür gegeben, wie sich HelferInnen mit ihren eigenen Ressourcen verbinden und sich selbst in ihrer Arbeit schützen (self-care) und eigene Kraftquellen entwickeln. BeraterInnen haben selbst häufig Wurzeln aus verschiedenen Kulturen, auch wenn diese ihnen anfangs nicht bewusst sind. Potentiale aus ihrem eignen kulturellen Hintergrund schöp-fen sie, indem sie die Besonderheit ihrer familiären Herkunft entdecken, verstehen und nutzen, auch durch Interviews mit eigenen Angehörigen. Analysemethoden wie auch therapeutische Methoden sind dabei Arbeit mit Fotos, Symbolen, Figuren, Systemzeichnungen, Genogramme, Darstellung von Situatio-nen über Skulpturen, Aufstellungen, Familienrekonstruktionen, reflektierenden Teams, Life-Supervisionen. In den interkulturellen Feldern der täglichen Arbeit von BeraterInnen geht es um die Auf-lösung von alten Bildern und Generalisierungen. Das Kennenlernen des Einzelfalls ist die Basis für die Arbeit, den Kontakt und den Arbeitsauftrag. Für Fragen und Formen der Kontaktaufnahme mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien müssen verschiedene Sprachen, Übersetzer und Hilfen zur Verständi-gung und Entschlüsselung beachtet werden. Die Einbeziehung von politischen und historischen Hinter-gründen durch Verwendung von Zeitleisten, Chroniken, Interviews und Literaturarbeit ermöglicht die Dis-tanz und neue Zugänge.

Zur Tagungsvorbereitung:
  • Literatur: Multikulturelle systemische Praxis - Ein Reiseführer für Beratung, Therapie und Supervision; Arsit von Schlippe, Mohammed El Hachimi, Gesa Jürgens; Car-Auer-Systeme Verlag, Heidelberg 2004
  • Webseiten: Institut für Familientherapie Weinheim www.if-weinheim.deGesa Jürgens www.gesa-juergens.de