Frank Dähling
43 Jahre alt, lebt und arbeitet in Kiel. Dipl. Sozialpädagoge, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und systemischer Supervisor. Seit über 15 Jahren in unterschiedlicher Funktion mit psychisch erkrankten Menschen beschäftigt. Seit 9 Jahren Leitung eines Wohnhauses für psychisch erkrankte Jugendliche in Kiel. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit im Wohnhaus sind die Gespräche mit den Angehörigen der jugendlichen BewohnerInnen. Nebenberuflich seit 5 Jahren supervisorische Tätigkeit in Teams im sozialpsychiatrischen Bereich. Durchführung von themenbezogenen Fortbildungen.
Katharina Loerbroks
Diplom-Sozialpädagogin. Systemische Familientherapeutin (IF Weinheim). Systemische Supervisorin (DGSv) und Organisationsberaterin (ZWW Universität Oldenburg). Heilpraktikerin für Psychotherapie. Supervisorin für Mediatoren (BM Bundesverband für Mediation). Arbeitsschwerpunkte: Langjährige Erfahrung in der Beratung von Überschuldeten. Paar- und Familientherapie. Mitarbeit in einer familientherapeutischen Praxis Supervision von Gruppen, Teams und Einzelnen in verschiedenen Praxisfeldern. Dozentin in verschiedenen sozialen Kontexten, u. a. in der Weiterbildung von SchuldnerberaterInnen, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen und AltenpflegerInnen
Ralf Witte
Diplomsozialpädagoge und Fachkraft f. Kinderschutz nach § 8a SGB VIII, seit 15 Jahren Mitarbeiter in der Beratungsstelle "Ambulanter Dienst der Brücke Neumünster gGmbH".
Dr. Annette Siemer-Eikelmann
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Workshop: Praxisteil: Wie kann ich mit depressiven Eltern ins Gespräch kommen?
Nach einer Vorstellungsrunde werden wir in dem Workshop die wesentlichen Aspekte in der Dynamik depressiver Eltern erarbeiten, die für eine gelingende Kontaktaufnahme beachtet werden sollten. Dann werden wir den TeilnehmerInnen die Gelegenheit geben, sich in die "depressive Erlebenswelt" hineinzuspüren. Schließlich wird in kurzen Rollenspielen die Kontaktaufnahme mit depressiven Eltern geprobt. Im Workshop sollen folgende Fragen und Themen erarbeitet werden: Wie spreche ich als Helferin/Helfer mit den Eltern, welche "Starter" kann ich nutzen und wie halte ich das Gespräch in Gang? Welche Belastungen kann ich meinem Gegenüber zumuten? Wie schätze ich eine Belastung im Familiensystem anhand des Gespräches ein? Wie kann ich mich schützen? Wie gehe ich im Gespräch damit um, wenn mir mein Gegenüber über Suizidideen berichtet oder gar damit droht? Wie erkläre ich den in der Familie lebenden Kindern die Erkrankung der Eltern/eines Elternteils? Abschließend soll im Workshop die Möglichkeit bestehen, anhand eingebrachter Fälle ein Gespräch exemplarisch zu üben. MitarbeiterInnen in öffentlich-rechtlichen oder privaten Einrichtungen stehen oft im Spannungsfeld von institutionellen Vorgaben und pädagogischen Ansprüchen. Sie stehen weiterhin im Spannungsfeld von Kindeswohl und realistischer Ausgestaltung der Kinderbetreuung durch psychisch beeinträchtigte Eltern. Gerade und auch vor allem bei depressiven Eltern besteht häufig die Schwierigkeit der Überwindung von "Sprachlosigkeit" auf der einen und Abschätzung der wirklichen Möglichkeiten der Eltern, das individuelle Kindeswohl sicherzustellen, auf der anderen Seite. Dieser Workshop soll dazu beitragen, diese Spannungsfelder zu erkennen und einen adäquaten Umgang zu erarbeiten. Themen wie Empathie, einfühlendes Verstehen und Echtheit werden hierbei genauso eine Rolle spielen wie der so genannte "sozialpsychiatrische Ansatz". Bei allen Betrachtungen steht eines im Mittelpunkt: das Kindeswohl.
Zur Tagungsvorbereitung:
Literaturempfehlungen: Mahnkopf, Angela: Basiswissen: Umgang mit depressiven Patienten, Basiswissen, Bonn 2007, ISBN 978-3-88414-418-3. Weitere Buchtipps im Download unter: http://www.kompetenznetz-depression.de/hilfe/literatur.htm
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