Arbeitskreis: Schulpsychologische Beratung via E-Mail
Die Schulpsychologische Beratung via E-Mail ist inzwischen als ein ei-genständiges Beratungsangebot etabliert. Sie wird überwiegend von Frauen und Mädchen (75 %) und für sehr konkrete Anfragen in An-spruch genommen, die, von der Erwartung her, so umfassend und prä-zise wie möglich beantwortet werden sollen. Dabei ist es häufig erforder-lich, sich auf einen längeren Mailkontakt einzulassen, um mit den Ratsu-chenden zusammen realistische Wege zur Problemlösung zu entwi-ckeln. Für viele Ratsuchende ist die E-Mail-Beratung der einzige Zugang zu schulpsychologischer Fachkompetenz, denn die Schulpsychologie in der Bundesrepublik ist weder einheitlich organisiert noch flächende-ckend präsent.
Eine fachlich angemessene und erfolgreiche schulpsychologische Be-ratung setzt, neben einer ausgewiesenen psychologischen Beratungs-kompetenz, spezielles Wissen über und konkrete Erfahrungen mit Schule und Unterricht voraus. Informationen über Schulsysteme, Erlas-se, Anforderungen der Schulformen, Anforderungen der einzelnen Fä-cher, Unterrichtsinhalte, Lehrpläne, Unterrichtsmethodik, Lernprozesse und ihre Störungen, pädagogische Interventionen, heilpädagogische Förderung, lerntherapeutische Ansätze usw. müssen je nach Fragestel-lung bei Beantwortung der Anfrage mit einbezogen werden. Nicht selten sind dazu gezielte Recherchen oder Rücksprachen mit spezialisierten Kollegen /-innen erforderlich.
In dem angebotenen Arbeitskreis soll das Spektrum der möglichen An-fragen sowie das Spezifische der schulpsychologischen E-Mail-Beratung an Fallbeispielen exemplarisch dargestellt werden.