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Fachkongress 12/2005

Medien wirken - so oder so ...
Die Bedeutung und Funktion für den Hilfeprozess bei Familienkonflikten

07.- 09. Dezember 2005 in Stuttgart


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Zur Person:
Kolloquium:
Alexandra Klein

geb. 1975, Dipl.-Pädagogin, Studium der Erziehungswissenschaften und Soziologie in Mainz und Berlin, wissenschaft-liche Mitarbeiterin an der Fakultät für Pädagogik/AG 8: Sozialarbeit & Sozialpädagogik der Universität Bielefeld, Pro-motion zum Thema: "Soziales Kapital Online: Beratung, Selbsthilfe & Engagement Jugendlicher im Internet", For-schungsinteressen: Analyse sozialer Netzwerke und sozialer Unterstützung, symbolische Reproduktion sozialer Un-gleichheit, Interventionslogiken sozialer Arbeit, Internet und Sexualitäten

Erreichen digitale Medien die Zielgruppen der Jugendhilfe

Jugendhilfeangebote im Internet sind populär. Tatsächlich haben auch Anzahl und Anteil jugendlicher Internetnutze-rInnen, sowie potentielle Zugangsorte zum Informations- und Kommunikationspool Internet stetig zugenommen. Im Kontext eines hierzulande bislang noch wenig beachteten Diskurses um ‚Digital Inequality' wird jedoch darauf auf-merksam gemacht, dass sich hinsichtlich der Nutzungspraxis Jugendlicher bedeutsame, durch Gender-, Bildungs- und sozioökonomische Dimensionen vermittelte Ungleichheiten finden können: Das Internet ist kein utopischer Ort jenseits einer durch Ungleichverteilungen materieller wie sozialer und kultureller Ressourcen gekennzeichneten sozialen Wirk-lichkeit. Am Beispiel eines Beratungsangebots wird mittels netzwerktheoretischer Analysen exemplarisch gezeigt wer-den, dass sowohl die Themen, zu denen Jugendliche im Internet Beratung suchen, sowie die Tatsache welche und ob sie überhaupt Antworten erhalten, sozial ungleich verteilt ist. Den heoretischen Vorzügen eines heterogenen Pools an potentiellen AnsprechpartnerInnen innerhalb internetbasierter Beratungsforen stehen somit soziale Homogenisie-rungstendenzen entgegen, die über verschiedene Formen der Passung - medial, inhaltlich und interpersonal - vermit-telt werden. Die Bearbeitung dieser Passungsverhältnisse durch professionell Beratende soll als Grundlage einer ungleichheits- und schließungsreflexiven internetbasierten Beratung für sozial heterogene Jugendliche diskutiert werden.