Workshop: Sachlichkeit statt Polarisierung - die Haltung der HelferInnen
Die Aufgaben, die sich für Helfer/innen stellen, wenn sie mit sexueller Kindesmisshandlung konfrontiert sind, sind kompliziert und vielschichtig. Sie sollen die Kinder schützen, die Bezugsperson, oft die Mutter, unterstützen und den Täter / die Täterin konfrontieren. Jede dieser Entscheidungen und Handlungen soll in der Abwägung, ob sie das Kindeswohl wiederherstellt oder die Gefahr für eine noch stärkere Gefährdung beinhaltet, getroffen werden. Sowohl die Informationen über die Formen der sexuellen Kindesmisshandlung, als auch die Dynamik der Handelnden und Betroffenen, kann für die Helfer/innen sehr belastend sein. Die persönlichen und professionellen Reaktionen und Handlungsmöglichkeiten sind je nach Kenntnis und Erfahrung in der Arbeit mit den unterschiedlichen Formen sexueller Kindesmisshandlung (durch Familienmitglieder, Verwandte und Freunde der Familie, in Institutionen, Erzieher/in Kindertagesstätte, Lehrer/in und kriminelle Formen, wie Kinderpornographie, Kinderprostitution und andere) sehr unterschiedlich. Im Workshop wird das Spannungsfeld, in dem sich Helfer/innen bei sexueller Kindesmisshandlung befinden und wie sich dieses auf sie auswirken und das Verstehen und Handeln beeinträchtigen kann, aufgezeigt. Möglichkeiten des Schutzes für das Kind, Unterstützungsangebote für die Bezugsperson und Möglichkeiten und Grenzen mit dem Täter, der Täterin zu arbeiten, sollen gemeinsam im fachlichen Austausch erarbeitet werden.