Michael Herschelmann
Diplom-Pädagoge, arbeitet seit 1997 im Kinderschutz-Zentrum Oldenburg in verschiedenen nationalen und internationalen Projekten zur Prävention von sexueller Gewalt mit den Schwerpunkten Jungenarbeit, Väterarbeit und Evaluation und ist Lehrbeauftragter und Doktorand an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
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Prävention
Sexuelle Gewalt ist ein komplexes soziales Problem, das differenzierte Problemlösungsansätze erfordert. Dabei sind strukturelle Veränderungen ebenso notwendig wie personenbezogene Maßnahmen. Angebote für Jungen sind hierbei wichtig, weil sie sowohl sexuelle Gewalt ausüben, als auch von ihr betroffen sind. Doch wie kann eine präventive Arbeit mit ihnen aussehen? Eine Möglichkeit sind spezielle Projekte für Jungen an Schulen. Im Präventionsprojekt des Kinderschutz-Zentrums Oldenburg werden seit längerem jungenspezifische Projekte zur Prävention sexueller Gewalt mit männlichen Jugendlichen in Schulen entwickelt und durchgeführt, die einen Blickrichtungswechsel vornehmen weg von dem, was verhindert werden soll, hin zu dem, was gestärkt werden kann. Die Förderung von Selbstbewusstsein und Lebenskompetenzen steht dann (wie in anderen Gefahren- oder Problembereichen auch) im Mittelpunkt der sozialpädagogischen Arbeit, die sich zudem am Leitkonzept des Empowerment orientiert. Darin eingebettet geht es dann auch explizit um die Thematisierung von sexueller Gewalt durch und an Jungen. Wie das konkret in der Praxis umgesetzt werden kann wird am Beispiel eines exemplarischen Projektes für Jungen in Kooperation mit einer Hauptschule vorgestellt.
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