Ina-Maria Philipps
Entdeckung der Bedeutung von Sexualität für Jugendliche als Gymnasiallehrerin, später als Jugendbildungsreferentin in einem ev. Jugendverband, 1989 Mitbegründerin des Instituts für Sexualpädagogik (ISP), seither dort Dozentin (Langzeitweiterbildungen in Deutschland, Schweiz, Südtirol, MultiplikatorInnen-Fortbildungen, Vorträge, Veröffentlichungen), ein Schwerpunkt: kindliche Sexualität, Autorin des BZgA-Elternratgebers "Körper, Liebe, Doktorspiele", Zusatzausbildung als Ehe- und Lebensberaterin und als Sexualtherapeutin (DGfS), seit 15 Jahren Mitarbeiterin an der Ev. Beratungsstelle in Düsseldorf mit Schwerpunkt Paarberatung und Beratung/Therapie bei sexuellen Schwierigkeiten.
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Sexualität und Grenzverletzungen - Grundlegendes über sexuelle Übergriffe im Kontext sexueller Entwicklung von Mädchen und Jungen aus sexualpädagogischer Perspektive
Wenn Jugendliche, insbesondere Jungen, in ihrem sexuell grenzverletzenden Verhalten wahrgenommen werden, so ist häufig die Aufmerksamkeit auf die Aggression und das gewaltförmige Verhalten fokussiert. Wesentlich weniger Aufmerksamkeit wird auf die Tatsache gelenkt, dass es sich um junge Menschen mit vitalen Bedürfnissen handelt, die ihre Beziehungswünsche, sexuelle Neugier und (männliche) Selbstdarstellung ausdrücken, im Fall der sexuellen Grenzverletzung Andere schädigend, und häufig vermutlich auch für sie selbst weit entfernt von dem, was sie sich ersehnen. Es gilt, jugendliche Misshandler mit ihren biographischen und gesellschaftlichen Prägungen zu verstehen unter besonderer Berücksichtigung der Tatsache, dass Sexualität ein besonders reizvolles und zugleich bedrohliches Feld darstellt. Dies gilt erst recht für Pubertierende, die hier erst Erfahrungen sammeln und sexuelle Identität als Mann bzw. Frau entwickeln müssen, also zunächst mit großer Unsicherheit starten.
Der Vortrag beschäftigt sich auf dieser Grundlage mit den sexualpädagogischen Konsequenzen für die Arbeit mit sexuell grenzverletzenden Jugendlichen.
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