Michael Schwarz
Jahrgang 1961. Diplom-Psychologe, Systemtherapeut (SE, ECP), Traumatherapie-Fortbildung (KReST) am ZPTN. Seit 2000 Mitarbeiter im Kinderschutz-Zentrum München. Seit 2000 Einzeltherapie mit Sexual(straf)tätern, seit 2001 konzeptuelle Entwicklung und Durchführung von ambulanten Gruppentherapien für sexuell deviante Jungen. Freiberuflich als Referent und Systemtherapeut.
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Zwischen Mitgefühl und Zorn - Praxis der ambulanten Gruppentherapie mit sexuell devianten Jugendlichen
In den Medien wird immer häufiger von sexuellen Übergriffen und Sexualstraftaten durch Jugendliche berichtet. Dabei wird der Ruf nach konsequenten Reaktionen, meist in Form von Sanktionen, aber zunehmend auch in Form von therapeutischen Konsequenzen, immer lauter. Ein Großteil der psychosozialen Fachkräfte hat immer noch große Berührungsängste, wenn es um die Arbeit mit sexuell grenzverletzenden Jugendlichen geht. Die Arbeit mit solchen Tätern als aktiver Kinderschutz ist nach wie vor stigmatisiert. Zudem versagen die klassischen Therapiekonzepte, die auf Freiwilligkeit und Einsicht des Klienten bauen, bei der Therapie von meist überhaupt nicht oder höchstens extrinsisch motivierten Sexual(straf)tätern. In diesem Vortrag geht es um praktische Aspekte der ambulanten Gruppentherapie mit sexuell devianten Jungen. Es soll u.a. aufgezeigt werden, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie nötig sind, welche therapeutische Haltung sich bewährt hat, und welche Schwierigkeiten auftauchen, wenn eine Beratungs-Einrichtung sich diesem schwierigen und ungeliebten Thema stellt.
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