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Fachkongress 6/2006

Riskante Kindheit
Wenn der Anfang schwer ist …
Frühe Hilfen für Familien mit besonderen psychosozialen Belastungen

26. - 27. Juni 2006 in Mainz


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Zur Person:
Abstract:
Prof. Dr. Ulrich T. Egle

Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Spezielle Schmerztherapie, 1990-2005 Ltd. Oberarzt der Psychosomatischen Universitätsklinik Mainz, 2003 Ruf auf den Lehrstuhl für Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Köln (abgelehnt), seit 1.1.2006 Ärztlicher Direktor der Psychosomatischen Klinik Kinzigtal in Gengenbach

Vortrag: Frühe Stresserfahrungen bei kleinen Kindern und gesundheitliche Langzeitwirkung

Die Stressforschung der letzten Jahre brachte eindeutige Zusammenhänge zwischen dem Einwirken frühkindlicher Belastungsfaktoren einerseits und einer erhöhten Vulnerabilität für psychische und psychosomatische Störung im Erwachsenenalter andererseits. Zunehmend wissenschaftlich klarer wurden dabei auch die Faktoren, welche diesen Zusammenhang vermitteln. Neben entwicklungspsychologischen Faktoren und damit zusammenhängenden Risikoverhaltensweisen sind dies auch neurobiologische Schädigung in bestimmten Gehirnbereichen, welche lebenslang eine erhöhte Stressempfindlichkeit bedingen. Dargestellt werden die in Langzeitstudien gesicherten frühkindlichen Belastungsfaktoren und kompensatorischen Schutzfaktoren sowie die für die Langzeitfolgen bedeutsamen Mechanismen, welche sich neben gesundheitlichen Schädigungen letztlich auch in Form von Delinquenz und Gewaltverhalten auswirken können. Daraus ergeben sich konkrete Ansatzpunkte für eine Frühprävention.

Zur Tagungsvorbereitung:
Egle UT, Hoffmann SO, Joraschky P (Hrsg) Sexueller Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung. Erkennung, Therapie und Prävention der Folgen früher Stresserfahrungen. Schattauer Stuttgart, 3. Aufl. 2005U.T. Egle, J. Hardt, R. Nickel, B. Kappis, S.O. HoffmannLong-term effects of adverse childhood experiences. Actual evidence and needs for research.Z Psychosom Med Psychother 48: 396-410, 2002