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Fachkongress 6/2006

Riskante Kindheit
Wenn der Anfang schwer ist …
Frühe Hilfen für Familien mit besonderen psychosozialen Belastungen

26. - 27. Juni 2006 in Mainz


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Zur Person:
Abstract:
Ece Sarisaltik-Aydin

M.A. Politikwissenschaften, Soziologie und Pädagogik. Sozialberaterin(Migrationsfachkraft) bei der Arbeiterwohlfahrt KV Köln e.V.- Fachdienst für Migration und Integration -Interkulturelles Migrantenzentrum. Gruppenangebote und Informationsveranstaltungen für Eltern mit Migrationshintergrund im Kinderschutz-Zentrum Köln. Kursleitung und Projektentwicklung u.a für in Trennung und Scheidung lebende Frauen, Alleinerziehende und Eltern.

Vortrag: Familien mit Migrationshintergrund kennen und verstehen lernen - Der Schlüssel für präventive, frühe Hilfen

Um Familien mit Migrationshintergrund frühzeitig zu helfen und Risiken zu erkennen, bedarf es einer differenzierten Betrachtung der Herkunft, Familienstruktur, Religiosität und der familiären und traditionellen Einstellung. Zahlreiche Faktoren, wie z.B. unterschiedliche Motive der Zuwanderung, soziale Lage, individualistische- oder kollektivistische Orientierung, besitzen ebenfalls eine bedeutende Rolle bei der Zusammenarbeit mit Migrantenfamilien. Für die Entwicklung von Unterstützungsangeboten ist es hilfreich, die Sicht insbesondere muslimischer Familien kennen zu lernen. Die Phase der Geburtsvorbereitung, die Phase nach der Geburt, die Kleinkindphase, die Stellung in der Familie und die Erziehungsvorstellungen in türkischen Familien basieren oftmals auf unterschiedlichen, traditionellen Bräuchen, Sitten und Ritualen, die sich dann teilweise durch die Migration modifizieren. Die von Beratungsstellen und Institutionen am häufigsten gestellte Fragen, sind die der frühzeitigen Erreichbarkeit der Eltern und des Dialogs: Wie finden wir Zugang zu den Familien? Der gegenseitige Dialog: Ein Balanceakt zwischen Fakten, Direktheit, Beleidigt - Sein und Samthandschuh? Viele Faktoren gilt es nicht nur zu tolerieren, sondern als Ressource zu sehen.