Dr. Gabriele Trost-Brinkhues
Dr. Gabriele Trost- Brinkhues, Ärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Medizinische Genetik; verheiratet, 2 Kinder (14+16J), Kinder- und Jugendgesundheitsdienst der Stadt Aachen, aktiv für den öffentlichen Gesundheitsdienst NRW, im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte vor Ort, Delegierte auf Landesebene, Ausschuss Jugendmedizin auf Bundesebene.
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Vortrag: Ohne Kooperation geht nichts - Möglichkeiten und Grenzen der Hilfen durch das Gesundheitswesen
Für die Kinder - und Jugendärzte aus Klinik, Praxis und öffentlichem Gesundheitsdienst ist das Kindeswohl und die Abwendung eventueller Gefährdungen aus den unterschiedlichsten Gründen ein elementaren Anliegen. Schon früh sind auch Gynäkologen, Hausärzte, Hebammen, Kinderkrankenschwestern oder ambulante Pflegedienste in die Betreuung von Kindern und deren Müttern / Familien eingebunden. Idealerweise unterstützt ein Netzwerk aus Kinderschutzzentren, freien Trägern, Ärzten, vielerorts gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, die schwierige Arbeit der Jugendhilfe. Gerade im Bereich der Vernachlässigung und Mangelversorgung bei Säuglingen und Kleinkindern durch überforderte oder in ihrer Erziehungskompetenz eingeschränkte, auch kranke Eltern, kommt den Kinder- und Jugendärzten z.B. im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen besondere Bedeutung zu. Der Vortrag soll die Möglichkeiten und Grenzen des Gesundheitswesens selbst, als auch die Schwierigkeiten in der Kooperation mit anderen Akteuren dieses Problemfeldes beleuchten. Gründe auf Seiten der Eltern, die bei den Kindern zu Vernachlässigung und körperlicher wie seelischer Misshandlung führen können, werden thematisiert. Die vielschichtigen Folgen und deren Erscheinungsformen wie Verhaltensauffälligkeiten, Mutismus, Depressionen, verzögerte intellektuelle, sprachliche und motorische Entwicklung bis hin zu körperlicher Erkrankung, werden im Gesamtkontext diskutiert.
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