Petra Funger
Diplom - Sozialarbeiterin, Zusatzqualifikationen Sozialtherapeutische Zusatzausbildung am Institut für angewandte Sozialpsychologie/Willich - Kreis Viersen, Betriebswirtin Fachrichtung Sozialwesen - Kolpingbildungswerk Köln- seit 1985 Mitarbeiterin im Bezirkssozialdienst des Jugendamtes der Stadt Düsseldorf zuletzt als stellvertretende Außenstellenleitung - seit 01.06.2005 Stabstellenmitarbeiterin der Abteilungsleitung Soziale Dienste des Jugendamtes und für den Aufgabenbereich Projekt - Koordination im Bereich Jugendhilfe in der Clearing-Stelle des Projektes "Zukunft für Kinder in Düsseldorf" tätig.
|
Workshop: Präventionsprojekt Zukunft für Kinder in Düsseldorf - Ein Kooperationsmodell der Gesundheits- und Jugendhilfe
Die Lebenssituation von jungen Menschen hat sich in den letzten Jahren tief greifend verändert. Herausforderungen und Chancen, aber auch Risiken und Gefährdungen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben sich innerhalb nur einer Generation vervielfacht. Kinder mit bekannten medizinischen und/oder sozialen Risiken sind in besonderer Weise gefährdet, ungünstige Entwicklungsverläufe zu nehmen. Die Hilfsangebote erreichen die Kinder und ihre Mütter/Väter oft nicht rechtzeitig; häufig sind die Zugänge durch fehlende Abstimmung erschwert oder scheitern an der unzureichenden Koordination an den Schnittstellen. Durch ein spezielles Versorgungsprojekt aller an der Jugendhilfe und Gesundheitshilfe beteiligten Institutionen in Düsseldorf sollen bereits nach der Entlassung aus der Geburtsklinik durch gezielte Frühförderung, Jugendhilfe - und Gesundheitsmaßnahmen die Entwicklungs -bedingungen von Risiko- und Hochrisikokindern verbessert, Überforderungssituationen vorgebeugt und spätere Kriseninterventionen vermieden werden. Diese Chance ist nie wieder so groß wie nach der Geburt. Das Präventionsprojekt "Zukunft für Kinder in Düsseldorf" ist ein Kooperationsprojekt der Gesundheitshilfe und der Jugendhilfe und an der "Düsseldorfer Gesundheitskonferenz" angesiedelt. Eine Clearing-Stelle des Gesundheitsamtes und des Jugendamtes koordiniert und optimiert unter Einbeziehung der Eltern die individuelle Nach- bzw. Vorsorge. Die Teilnahme am Projekt ist freiwillig. Als zentrales städtisches Angebot ist die Clearing-Stelle eine eigenständige Organisationseinheit. Sie ist personell besetzt mit einem Kinderarzt des Gesundheitsamtes und einer Sozialarbeiterin der Abteilung Soziale Dienste des Jugendamtes. Die bei der Anmeldung des Kindes ins Projekt vorliegenden medizinischen und sozialen Daten bestimmen, durch welche Berufsgruppe der Erstkontakt gestaltet wird. Die gewonnenen Informationen und Eindrücke entscheiden über die weitere Vorgehensweise, die im anschließenden Hilfeplanverfahren mit den Eltern abgestimmt werden.
|