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Fachkongress 4/2002

Elternentfremdung und Kontaktabbruch nach Trennung und Scheidung
Wirkungsweisen, Rechtsproblematik, Hilfekonzepte

Mainz: 29. - 30. April 2002


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Zur Person
Abstract:
Wilfried Griebel

Jahrgang 1951, verheiratet, zwei Kinder.

Diplom-Psychologe,
seit 1982 Wissenschaftlicher Referent im Staatsinstitut für Frühpädagogik (1986 - 1993 Staatsinstitut für Frühpädagogik und Familienforschung).

Aktuell Mitarbeit im mit Mitteln des Bundesfamilienministeriums geförderten Modellprojekt "Entwicklung von Interventionen im Scheidungsgeschehen - Beaufsichtigter und Begleiteter Umgang gemäß § 16784 Abs. 4 BGB" des Staatsinstituts für Frühpädagogik, München.

Zahlreiche Veröffentlichungen

Arbeitskreis 9: Möglichkeiten und Grenzen von Gruppenangeboten für Scheidungskindern.

Jahr für Jahr sind in Deutschland ca. 100.000 Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen, hinzu kommen Trennungen von Eltern, die nicht miteinander verheiratet waren. Die Kinder müssen einen Übergang in der Familienstruktur bewältigen, was dadurch erschwert wird, dass sich die kindlichen Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben von denen der Erwachsenen unterscheiden. Mit der gesellschaftlichen Entwicklung von Ehescheidungen sind auch Entwicklungen von Hilfeformen einhergegangen. Nach Therapie und Mediation sind Gruppenangebote als Hilfen für Kinder erprobt worden und mit dem Inkrafttreten des KJHG gem. § 18 Abs. 1 SGB VIII als Anspruch auf Beratung und Unterstützung bei der Personensorge sowie § 28 SGB VIII bezüglich der Unterstützung der Kinder auf eine rechtliche Grundlage gestellt worden. In jüngster Zeit ist begleiteter Umgang nach § 1684 Abs. 4 BGB eingeführt worden. Es sind jeweils große Hoffnungen in die jeweils neuen Hilfeformen gesetzt worden, was umgehende Erfolge auch bei starken Elternkonflikten und drohendem oder bereits erfolgtem Kontaktabbruch zwischen Kind und einem Elternteil betrifft. Gruppenangebote für Scheidungskinder gehören inzwischen zu den am besten evaluierten Hilfeformen und erleichtern die Einschätzung von Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher Programme. Grundlegende Elemente der Konzeption wie Qualifikation der Gruppenleitung, methodische Orientierung des Angebotes als edukativ-präventiv oder als therapeutisch-remedial, Gruppenstruktur, Materialangebot und Produkte von Gruppenarbeit sowie die Elternarbeit werden vorgestellt und diskutiert.