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Fachkongress 4/2002

Elternentfremdung und Kontaktabbruch nach Trennung und Scheidung
Wirkungsweisen, Rechtsproblematik, Hilfekonzepte

Mainz: 29. - 30. April 2002


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Zur Person
Abstract:
Dr. Helmuth Figdor

Dr. phil., Univ. Dozent, Psychoanalytiker,
Kinderpsychotherapeut,
Erziehungsberater,
Vorsitzender der "Arbeitsgemeinschaft Psychoanalytische Pädagogik" (APP), Wien;
Bücher zum Thema: "Kinder aus geschiedenen Ehen. Zwischen Trauma und Hoffnung" (Grünewald);
"Scheidungskinder. Wege der Hilfe" (Psychosozial).

Vortrag 1: Wahrnehmungsveränderung - Psychische Faktoren in sozialen Konflikten bei Familientrennungen

Was tun, wenn Kinder den Kontakt zu einem Elternteil ablehnen? Hilft das (häufig praktizierte) Warten auf Entspannung? Wie ist das in die gegenteilige Richtung zielende PAS-Konzept (Erzwingung des Kontaktes, u. U. Trennung vom "entfremdenden Elternteil") aus psychodynamischer und entwicklungspsychologischer Sicht zu beurteilen? Ist das Kind wirklich nur Objekt (Opfer) der elterlichen Auseinandersetzungen oder auch Subjekt seiner Wünsche bzw. Ablehnungen (Täter)? Welche Beratungs- und Interventionsstrategien stehen Beratern noch offen, um vielleicht auch bei hochstrittigen Familien Hilfe leisten zu können, ohne gerichtlichen Zwangsmaßnahmen den Platz räumen zu müssen? Wo hingegen ist der Punkt erreicht, an dem wir einsehen müssen, dass die Macht psychologischer und pädagogischer Methoden am Ende ist?