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Fachkongress 4/2002

Elternentfremdung und Kontaktabbruch nach Trennung und Scheidung
Wirkungsweisen, Rechtsproblematik, Hilfekonzepte

Mainz: 29. - 30. April 2002


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Zur Person
Abstract:
Prof. Dr. Peter Zimmermann

Privatdozent der Universität Regensburg;

Forschungsinteressen: Bindungsentwicklung im Längsschnitt, Einfluss von Bindungserfahrungen auf den Umgang mit Emotionen, mit kognitiven Anforderungen und die Gestaltung von Beziehungen

Vortrag 4: Belastung der Eltern-Kind Kontakte in Scheidungsfamilien - Bindungstheoretische Perspektiven

Bindungsbeziehungen an Eltern sind durch unterschiedliche Erfahrungen von emotionaler Verfügbarkeit und emotionaler Unterstützung in ihrer Qualität beeinflussbar. Scheidung beeinträchtigt die emotionale Verfügbarkeit der Eltern bereits in der Zeit vor der ,-. eigentlichen Trennung und somit das Vertrauen eines Kindes darin, dass die Eltern ihnen bei emotionaler Belastung adäquat regulierend helfen können.

Bei Elternpaaren, die konflikthaft miteinander verstrickt sind wird häufig explizit oder implizit der Kontaktwunsch des Kindes beeinflusst- Aus bindungstheoretischer Sicht werden die Reaktionen von Kindern in solchen Konfliktfällen bewertet und die Repräsentation der Kinder von den Eltern mit ihrem Verhalten im Kontakt zu den Elternteilen kontrastiert.

Kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte in Kindertagesstätten und Schulen sowie in kirchlichen Institutionen dienen einer begleitenden Information im sozialen Umfeld über die Situation von Kindern, deren Eltern sich trennen. Außerdem wird Einfluss auf die Meinungsbildung in Exekutive und Legislative genommen. Mit Betroffenenverbänden, interessierten Fachkollegen und Fachhochschulen für Sozialwesen besteht ein fachlicher Diskurs.