Arbeitskreis: Kennen wir uns?
Hilfe- und Unterstützungsangebote für Familien mit behinderten Kindern
Keine Erziehung ohne Beziehung.
Dieser Leitsatz gilt sowohl für "normale" Familien mit ihren Kindern, als auch für Familien mit behinderten Kindern. Das Familie heute viele Lebensformen beinhalten kann, ist im gesellschaftlichen Bewusstsein angekommen, dass Behinderung dazu gehören kann, wird noch nicht als eine mögliche Lebensrealität begriffen.
Sind Familien mit behinderten Kindern also "unnormal"?
Die Frage ist, wer darüber die Definitionsmacht inne hat.
Sie sind sicher nicht unnormal, so wenig wie sie alltäglich sind.
Der Umgang mit ihnen fällt vielen schwer, ist häufig geprägt von Unsicherheiten, Unkenntnis und falscher Rücksichtnahme.
Wenn Kinder aufgrund ihrer Behinderung aus den normalen Schemata der Entwicklungspsychologie herausfallen, woran können sich Eltern orientieren?
Wonach richten sich Berater?
Wenn Eltern den Wunsch haben, ihr behindertes Kind bestmöglich zu fördern, gibt es dann ein Überbehüten?
Wenn körperliche Pflege zum Alltag gehört, wie kann ein Kind oder Jugendlicher die Grenzen seiner Intimität waren?
Wenn diese Kinder in ihren Lebensmöglichkeiten ohnehin beschränkt sind, ist es legitim, sie mit Grenzen in der Erziehung zu konfrontieren?
Der Arbeitskreis wird anhand von Beispielen aus der Praxis versuchen Antworten zu geben, bzw. zu entwickeln und erläutern, welchen Beitrag Kinderschutz-Zentren in ihrem zentralen Aufgabenfeld anbieten können.
Die Stärkung der Erziehungskraft, der Beziehungs- und Konfliktfähigkeit im Spannungsfeld des Kinderschutzes sind Thema dieses Arbeitskreises.