Arbeitskreis: Bindungsqualitäten bei Kindern mit einer Behinderung
Es kann das Verhalten von Kindern im Entwicklungsverlauf anhand von Videoausschnitten aus den Entwicklungstests beobachtet werden, z.B.
(1) drei Kinder mit sehr unterschiedlichem Entwicklungstempo (15 Monate, 5 Jahre, 8 Jahre)
(2) emotionale Reaktionen auf eine "kaputte Puppe" (emotionale Entwicklung)
(3) Frustrationsempfindlichkeit und Leistungsstolz
(4) Die langsamen Schritte zur Sprachentwicklung
(5) Drei Kinder im Einschulungsalter und ihre Kompetenzen
(aus ethischen Gründen enthalten die geschnittenen Szenen nicht die schwierigsten Kinder und nicht die problematischsten Situationen).
Welchen Bezug könnten diese Themen zu Gewalterfahrung von Kindern haben?
In vielen Hinsichten kann Gewalt als Mittel der Interaktion auftreten, wenn Erwartungen grob verletzt werden, z.B. die Erwartungen der Eltern an einen rascheren Entwicklungsfortschritt der Kinder. Feinere Beobachtungen und besseres Verstehen seitens der Eltern fördert ihre elterlichen Kompetenzen und lässt die Interaktionen mit dem Kind unbeschwerter und damit förderlicher werden.
Aggressives Verhalten bei den Kindern mit DS entsteht in der Regel aus Ärger (über andere und über sich selbst) und aus Überforderung, aus der Unfähigkeit, sich in anderer Weise auszudrücken oder überhaupt verstanden zu werden. "Schwieriges" Verhalten trat gehäuft bei Kindern mit unsicherer Bindungsqualität auf und hielt in schwierigen Entwicklungsphasen auch besonders lange an. Aus solchen lang gezogenen schwierigen Phasen können sich problematische Verhaltensrituale und Interaktionsweisen verfestigen.