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Fachkongress 12/2002

Gewalt gegen behinderte Kinder
-ein vernachlässigtes Thema im Kinderschutz?

Stuttgart 4. - 6. Dezember 2002


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Zur Person:
Abstract:
Martin Eckert

Martin Eckert, 53 Jahre alt, ist Geschäftsführer von LEBEN MIT BEHINDERUNG HAMBURG, einem der ältesten und größten Zusammenschlüsse von Familien mit einem behinderten Angehörigen. Der gelernte Journalist und Sonderpädagoge sieht als betroffener Vater seinen Arbeitsschwerpunkt in der Interessensvertretung und der Sicherung einer gleichberechtigten Teilhabe behinderter Menschen und ihrer Familien in allen Lebensbereichen unseres Gemeinwesens.

Vortrag: Elterlicher Liebe und elterliche Überforderung - auch Kinder mit Behinderung haben ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung

Elterliche Liebe und elterliche Überforderung - auch Kinder mit Behinderung haben ein recht auf eine gewaltfreie ErziehungFür viele behinderte Kinder und deren Eltern realisiert sich diese eigentlich selbstverständliche Aussage nicht oder nur mit großen Einschränkungen. Eine Reihe von Faktoren beeinträchtigten die Familien mit einem behinderten Angehörigen in der Gewährleistung einer gewalt- und zwangfreien Erziehung. Gleichzeitig greifen auch therapeutische und pädagogische Einrichtungen immer noch zu einschränkenden und unmittelbaren Zwang ausübenden Maßnahmen gegenüber den behinderten Kindern.Stichworte für die Situation der Eltern sind hier: Enttäuschung, psychische und physische Überforderung, materielle Einschränkungen, Beeinträchtigung der Partnerschaft und Isolation. Entlastung, Beratung, gesellschaftliche Solidarität und gesellschaftliche Wertschätzung behinderter Menschen sind die dazugehörigen Handlungsfelder. Die pädagogischen und therapeutischen Systeme unterliegen den Gefahren von Hilf- und Ratlosigkeit, sowie der Versuchung, Zwang und Gewalt enthaltende Praxis fachlich oder über einen sogenannten Sachzwang zu begründen.Für beide Problemfelder existieren gut abgesicherte Erfahrungen und Konzepte, nach denen die Abwesenheit von Gewalt in der Erziehung behinderter Kinder erreichbar ist bzw. erreicht werden kann.