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Fachkongress 2010
Frühe Hilfen
– Entwicklung fördern, Ressourcen nutzen, Zukunft sichern

12. - 13. April 2010 in Aalen


Inhalte und Fragestellungen
Unter Beteiligung wichtiger Vertreter(innen) des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) gibt der Fachkongress der Kinderschutz-Zentren eine aktuelle Bestandsaufnahme der bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse der Entwicklung der Frühen Hilfen in Deutschland und zeigt die Herausforderungen und Anforderungen für ein gemeinsames Handeln von Jugendhilfe, Gesundheitswesen und Gesellschaft.

Evaluationsstudien und Forschungsprojekte beschäftigten sich aktuell damit, wie man aus „Fehlern” für ein professionelles Qualitätsmanagement im Kinderschutz lernen kann. Ein weiterer Fokus ist die Wirksamkeit Früher Hilfen für die betroffenen Familien. Der Fachkongress bietet die Möglichkeit, Einblick in erste Erkenntnisse zu erhalten und zu diskutieren.

Ein zentrales Thema dieses Kongresses ist die Thematik der Frühen Hilfen für hochbelastete oder psychisch kranke Mütter, ein bisher in diesem Zusammenhang wenig beachtetes Thema. Die Erfahrungen in der Praxis zeigen, dass diese Mütter immer mehr in den Frühe–Hilfen-Angeboten ankommen und Helfer(inn)en häufig verunsichert sind im Umgang mit solchen Eltern und in der Abwägung des Kindeswohls. Weitere Themen des Fachkongresses sind u.a. Fragen nach den rechtlichen Rahmenbedingungen, die Risikoeinschätzung bei Säuglingen und Kleinkindern und jugendliche Mütter und das Zusammenspiel zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe.

Im Sinne eines nachhaltigen Kinderschutzes setzen sich Die Kinderschutz–Zentren dafür ein, Erkenntnisse und Erfahrungen aus Praxis und Forschung zu nutzen und regional entstandene Strukturen regelhaft zu etablieren, damit Familien früh und niedrigschwellig erreicht werden. Gemeinsames Ziel muss es sein, Eltern und Kinder zu unterstützen, insbesondere wenn sie in ihrer persönlichen Lebenssituation belastet sind, um Störungen in der frühen Eltern–Kind–Beziehung vorzubeugen und Säuglingen und Kleinkindern bestmögliche Entwicklungsbedingungen zu bieten.

Erfahrene Referent(inn)en aus dem medizinischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Bereich stellen ihr Wissen und ihre Erkenntnisse zur Verfügung und stellen ihre Erfahrungen aus der praktischen Arbeit mit zum Teil sehr unterschiedlichen Zielgruppen vor.

Adressaten
Der Kongress richtet sich an politische Entscheidungsträger, an Kinderärztinnen und -ärzte, Gynäkolog(inn)en, Hebammen und Kinderkrankenschwestern im Gesundheitswesen, sowie an Psychotherapeut(inn)en, Psycholog(inn)en, Sozialpädagog(inn)en, Sozialarbeiter(innen) und Erzieher(innen) in der Jugendhilfe.

Förderung
Der Fachkongress wird im Rahmen des Projekts „Qualifizierung von Kooperations- und Netzwerkstrukturen im Kinderschutz” durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.


Programm

Montag, 12. April 2010
Begrüßung und Eröffnung
09.45 Uhr Hans-Dieter Beller, Franz von Assisi Gesellschaft, Schwäbisch Gmünd
Arthur Kröhnert, Die Kinderschutz-Zentren, Köln
 
Einführung
10.00 - 10.30 Uhr Landrat Klaus Pavel, Landratsamt Ostalbkreis Aalen
 
Vortrag 1
10.30 - 11.30 Uhr Mütter- und Familienbilder im gesellschaftlichen Wandel
Dr. phil. Ute Benz, Berliner Arbeitskreis für Beziehungsanalyse e.V., Berlin
 
Kleine Pause
11.30 - 11.45 Uhr
 
Vortrag 2
11.45 - 12.45 Uhr Entwicklung der Frühen Hilfen in Deutschland
Alexandra Sann, DJI München, Nationales Zentrum Frühe Hilfen, Köln
 
Mittagspause
12.45 - 14.00 Uhr
 
Forum 1
14.00 - 16.00 Uhr Psychisch krank und schwanger – Auswirkungen auf Mutter und Kind
Dr. med. Christiane Hornstein, Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Wiesloch
Dr. Patricia Trautmann-Villalba, Klinikum Stuttgart, Bürgerhospital
 
Workshop 1–4
1. Hilfen und Unterstützung für Teenagermütter
Susan Kluth, Beratungsstelle Rückenwind, Universitätsklinikum Greifswald
 
  2. Risikoeinschätzung bei Säuglingen und Kleinkindern
Marianne Witten, Beratungsstelle Frühe Hilfen, Kinderschutz-Zentrum Hamburg-Harburg
 
  3. Herausforderung für eine Kooperation von Gesundheitswesen und Jugendhilfe – Erfahrungen aus dem Aachener Netzwerk Frühe Hilfen
Dorothee Roeb-Flemming, Anlaufstelle Frühe Hilfen, Kinderschutz-Zentrum Aachen
 
  4. Rechtliche Aspekte Früher Hilfen
Manfred Busch, Celle
 
Pause
16.00 - 16.30 Uhr  
Vortrag 3
16.30 - 17.30 Uhr Entwicklungspsychologische Beratung – ein videogestützter Ansatz zur frühen Bindungsförderung
PD Dr. Ute Ziegenhain, Universitätsklinikum Ulm
 

Dienstag, 13. April 2010


Vortrag 4
9.15 - 10.15 Uhr „Der lange Atem” – Interinstitutionelle Kooperationen im Kinderschutz
Dr. Thorsten Wygold, Kinderkrankenhaus auf der Bult, Hannover
 
Kleine Pause
10.15 - 10.30 Uhr  
Forum 2
10.30 - 12.30 Uhr Risiken erkennen und helfen – Umgang in Fällen von Kindeswohlgefährdung
Dr. Thorsten Wygold, Kinderkrankenhaus auf der Bult, Hannover
Christine Gerber, DJI, München, NZFH
 
Workshop 5–8
5. Entwicklungspsychologische Beratung von belasteten Familien mit Säuglingen und Kleinkindern
Roland Ploner, Kinderschutz-Zentrum Ostalb
Petra Bauer, Familienhilfe, St. Canisius, Schwäbisch Gmünd
 
  6. Balance zwischen Schutz und Stärkung bei hochbelasteten Müttern – Erfahrungen aus Mütter-Kind-Einrichtungen
Rosemarie Röthinger, Fachdienst, St. Canisius, Schwäbisch Gmünd
Petra Rumbolz, Mutter-Kind-Gruppe, St. Canisius, Schwäbisch Gmünd
 
  7. Frühe Hilfen zur Prävention postpartaler psychischer Erkrankungen - das Kooperationsprojekt "Hand in Hand"
Dr. Elke Wild, Psychiatrische Institutsambulanz am Krankenhaus Schwetzingen
 
  8. Zugänge zu Eltern und Familien in schwierigen Lebenssituationen
Dieter Fischer, Ostalbkreis, Aalen
 
Mittagsause
12.30 - 13.45 Uhr  
Vortrag 5
13.45 - 14.45 Uhr Wer lässt sich gern früh helfen? – Was wir von Eltern lernen können
Dr. Christine Maihorn, Kinderschutz-Zentrum Berlin
 
Kleine Pause
14.45 - 15.00 Uhr  
Vortrag 6
15.00 - 16.00 Uhr Fördern, helfen, schützen – von Anfang an: Die aktuellen Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe meistern!
Prof. emer. Reinhart Wolff, Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin
 
16.45 Uhr Ende der Veranstaltung

 
Der Veranstalter weist darauf hin, dass Programmänderungen möglich sind.

Organisation


Veranstalter
Die Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 145
50968 Köln
Tel: 0221 / 56975-3
Fax: 0221 / 56975-50
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org
Web: www.kinderschutz-zentren.org

Koorperationspartner:

Kinderschutz-Zentrum Ostalb
St. Canisius gGmbH
Heugenstraße 5
73525 Schwäbisch Gmünd
Web: www.st-canisius.de

Landratsamt Ostalbkreis
Stuttgarter Straße 41
73430 Aalen
Web: www.ostalbkreis.de

Tagungsort
Ostalbkreishaus – Landratsamt Ostalbkreis
Stuttgarter Straße 41
73430 Aalen

Tagungsbeitrag
Der Fachkongress kann nur für beide Tage gebucht werden.

Teilnehmer(innen)gebühr € 160,00 (Online-Anmeldung)
€ 170,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
inkl. Vollverpflegung in Höhe von € 25,00

Bei Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen wie eine Verwaltungsgebühr von
€ 20,00. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmer(innen)preis gezahlt werden.

Online–Anmeldung
Die Online-Anmeldung zum Fachkongress erfolgt über die bereitgestellte Maske auf der Internet-Seite
http://www.kinderschutz-zentren.org/aalen2010/

E–Mail–Anmeldung
Senden Sie Ihre E-Mail-Anmeldung an die Adresse:
die@kinderschutz-zentren.org

oder per Fax an: 0221 / 5697550

Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700