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CAPCAE
Concerted Action on the Prevention of Child Abuse in Europe
Ein Projekt der Europäischen Union im Rahmen des BIOMED-Programms
Erste Auswertung
Im Zeitraum von Januar bis Juni 1997 wurden in 12 Kinderschutz-Zentren 251 Fälle von Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch evaluiert.
Folgende Ergebnisse lassen sich zu der Arbeit der Kinderschutz-Zentren daraus ableiten:
- Die Kinderschutz-Zentren verfügen über ein niedrigschwelliges Hilfeangebot, das die Familien direkt erreicht. In knapp 60% der untersuchten faälle meldeten sich die Eltern selbst bei den Beratungsstellen.
- Die Kinderschutz-Zentren werden bei allen Formen von Gewalt gegen Kinder in Anspruch genommen. Bei fast 50% der untersuchten Kinder bestand der verdacht der sexuellen Kindesmisshandlung, 26% wurden vermutlich geprügelt und 30% emotional vernachläsigt.
- Die Kinderschutz-Zentren sind in der Lage auch bei schwerer Misshandlung mit der Familie zu arbeiten, ohne auf gesetzliche Massnahmen zum Schutz der Kinder zurückgreifen zu müssen. Lediglich in 11% der untersuchten Fälle wurde das Kind freiwillig untergebracht, in 4,5% der Fälle durch eine gerichtliche Anordnung.
- Die Kinderschutz-Zentren sind in der Lage, die Gesamtsituation der Familien zu stabilisieren. In 56% der Fälle blieb die Familienstruktur durch die Beratung stabil.
- Die Kinderschutz-Zentren arbeiten mit Familien, in denen schwere bis chronische Misshandlungen stattfinden. Aus den untersuchten Fällen wurden 34% der sexuellen Kindesmisshandlungen als chronisch/schwer eingestuft, 53% der körperlichen Misshandlungen, 56% der Vernachlässigungen und 47% der emotionalen Misshandlungen.
- Die in den Kinderschutz-Zentren vorgestellten Familien sind Multi-Problem-Familien. Häufig geht Vernachlässigung mit den anderen Misshandlungsformen einher
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