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Das Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: "Die Trennung der Eltern, der Verlust eines nahen Familienangehörigen, ein Unfall, ganz besonders aber Gewalt und sexueller Missbrauch lösen bei Kindern und Jugendlichen häufig lang anhaltende seelische Erschütterungen aus. Wer als junger Mensch an solchen Traumata leidet, verdient nicht nur unser Mitgefühl, sondern vor allem unsere Hilfe." Dies sagte NRW-Jugendministerin Birgit Fischer heute (25. September 2002) anlässlich der Eröffnung des 4. Kinderschutzforums in der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Neben einem dicht geknüpften Beratungsnetz für Notfälle und Krisensituationen setze das Hilfeangebot in Nordrhein-Westfalen, so die Familienministerin, auf zwei weitere Ansätze: "In den Kindergärten und anderen Einrichtungen der Jugendhilfe machen wir die Persönlichkeit unserer Kinder stark. Außerdem verhindern wir Traumatisierungen, beispielsweise durch das Recht auf gewaltfreie Erziehung." Über Generationen hinweg sei Gewalt in der Erziehung eine Quelle traumatischer Erlebnisse gewesen. Mit dem gesetzlich verankerten Züchtigungsverbot haben Kinder und Jugendliche nunmehr ein Recht auf gewaltloses Aufwachsen. Die Mehrheit der Eltern folge inzwischen diesem Ideal. Dieses Umdenken gelte es zu bestärken. Die Verarbeitung eines traumatischen Erlebnisses, so die Ministerin weiter, könne so unterschiedlich sein wie seine Ursachen. Das Verhalten reiche vom stillen Rückzug bis hin zu aggressivem Verhalten. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen der Jugendhilfe sei daher die erlittene seelische Erschütterung mitunter nicht auf Anhieb erkennbar. Deshalb gelte es über Fachkongresse und Fortbildungen den Blick zu schärfen, um betroffenen Kindern und Jugendlichen Hilfe anbieten zu können. Der Fachkongress "Trauma und Traumafolgen - ein Thema für die Jugendhilfe" findet zum vierten Mal statt und wird u.a. vom Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen finanziell unterstützt. Veranstalter sind die Kinderschutz-Zentren, die Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis vom 25. bis zum 27. September 2002 zum Gedankenaustausch in die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eingeladen haben. Weitere Informationen sind unter www.kinderschutz-zentren.org/kinderschutzforum abrufbar.
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