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Kinderschutz-Zentrum Oldenburg
- Vertrauenstelle Benjamin / Prävention -
Friederikenstr. 3
26135 Oldenburg
Tel.: 0441/1 77 88 (Zentrale / Vertrauensstelle Benjamin)
Tel.: 0441/4 85 26 89 (Prävention)
Fax: 0441/2 48 98 00
E-Mail: info@kinderschutz-ol.de
Homepage: www.kinderschutz-ol.de


Öffnungszeiten
    Telefonische Anmeldung und Information: Montag bis Freitag 9.00 - 12.00 Uhr
    Offene Beratung: Dienstag 16.00 - 18.00 Uhr
    Montag bis Freitag zwischen 8.00 Uhr und 20.00 Uhr sind Termine möglich


Das Kinderschutz-Zentrum Oldenburg

    Zu dem Kinderschutz-Zentrum Oldenburg gehören die Beratungsstelle Vertrauensstelle Benjamin und das seit 1997 bestehende Präventionsprojekt.

    Träger des Kinderschutz-Zentrums ist der "Verein zur Verhütung von Kindesmisshandlung e.V.". Der Verein ist Mitglied des Diakonischen Werkes Oldenburg und seit 1994 assoziiertes Mitglied der Bundesarbeitsgemeinsch

    aft "Die Kinderschutz-Zentren".

    Gegründet hat sich der "Verein zur Verhütung von Kindesmisshandlung" im Februar 1986. Im Juli 1986 wurde die "Vertrauensstelle Benjamin" eröffnet.

    Finanziert wird die Arbeit des Kinderschutz-Zentrums überwiegend durch Förderung des Landes Niedersachsen, der Stadt Oldenburg und des Landkreises Oldenburg.



Die Beratungsstelle des Kinderschutz-Zentrums: Vertrauensstelle Benjamin

    Die Vertrauensstelle Benjamin hat sich in der Stadt Oldenburg und der Region als Fachberatungsstelle bei Kindeswohlgefährdung (Kindesmisshandlung, Vernachlässigung und sexuelle Gewalt) etabliert.

    Die MitarbeiterInnen bieten zeitnahe, kostenlose, vertrauliche Beratung und Krisenintervention für Mädchen und Jungen, Jugendliche und deren Bezugspersonen bei Vernachlässigung, Kindesmisshandlung und sexueller Gewalt an. Im Fokus der Arbeit steht immer der Schutz der Kinder.

    Bei Kindesmisshandlung und Vernachlässigung werden Einzel- und Familiengespräche geführt. Bei sexueller Gewalt steht die parteiliche Einzelarbeit mit den Betroffenen und deren Bezugspersonen im Vordergrund.

    Die "Vertrauensstelle Benjamin" bietet neben der Arbeit mit Betroffenen und Ratsuchenden auch Fachberatungen, Supervision und Fortbildungen zu den Themenbereichen an.

    Die Fokussierung auf die Arbeit mit unterschiedlichen Gewaltthemen / Gewaltbereichen setzt eine gute Kooperation mit anderen Institutionen voraus. Ziel ist es, bestehende Vernetzungen und Kooperationen zu fördern und zu erweitern.

    Auf der gesellschaftspolitischen Ebene setzt sich die Beratungsstelle für eine Sensibilisierung, Aufklärung und Auseinandersetzung mit den Themen Misshandlung, Vernachlässigung und sexuelle Gewalt ein um sowohl verbesserte Lebenssituationen für die Kinder / Jugendlichen und deren Familien / Bezugspersonen zu erwirken, als auch die (Über-) Lebensstrategien der Kinder und Jugendlichen als Antwort auf ihre Situation verstehen zu lernen (traumaorganisierte Systeme).

    Ein Ziel ist es, auf sozialpolitischer Ebene öffentlich wirksam zu werden und im Sinne des Kinderschutzes Mädchen und Jungen, weiblichen und männlichen Jugendlichen eine Lobby zu verschaffen und zu notwendigen (gesellschaftlichen) Veränderungen beizutragen.

    Auf Initiative und unter Federführung des Kinderschutz-Zentrums Oldenburg wird in der Region Oldenburg ein Soziales Frühwarnsystem installiert, das eine optimale Vernetzung u.a. von Jugendamt, Gesundheitsamt, Kliniken, Familienhebammen und Kinderschutz-Zentrum anstrebt.



Der Arbeitsbereich Prävention

    Im Arbeitsbereich Prävention werden unterschiedliche nationale und internationale Projekte zur Prävention von sexueller Gewalt entwickelt, durchgeführt und evaluiert.

    Fortbildungen, Fachberatungen und Informationsveranstaltungen (einschließlich Vorträge und Workshops) rund um das Thema Prävention von sexueller Gewalt gehören zu den Aufgaben des Arbeitsbereiches.

    Seit 1997 gibt es das Programm "Ich bin ich, du bist du und das sind wir!" zur Prävention von sexueller Gewalt in Grundschulen. Es ist entstanden aus der NWZ-Weihnachtsspendenaktion 1996 und wurde von 2000 - 2003 als Landesmodellprojekt durch das Sozialministerium Niedersachsens gefördert. Es kann heute auf der Basis eines Mischfinanzierungskonzeptes immer dann durchgeführt werden, wenn ausreichend ergänzende Spenden- und Sponsorenmittel dafür zur Verfügung stehen. Es richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer, Mütter und Väter sowie Mädchen und Jungen in 3. und 4. Grundschulklassen.

    Zusätzlich werden Projekte zur Prävention von sexueller Gewalt speziell für Jungen in Schulen durchgeführt und kontinuierlich neue, innovative Projekte entwickelt.

    In zwei europäischen Projekten wurden zudem mit KollegInnen in Spanien, Dänemark und Italien Unterrichtsmaterialien zur Gewaltprävention gemeinsam erprobt.

    Gemeinsam mit der Universität Oldenburg wird das mehrfach preisgekrönte, an der Universität Osnabrück entwickelte Grundschulpräventionsprogramm "Balu und Du" in Oldenburg durchgeführt.