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Fachkongress 3/2008
„Ich kann nicht mehr . . .” – Depressive und psychisch belastete Mädchen und Jungen

2. - 3. Juni 2008 in Hannover


Aktualität des Tagungsthemas
Immer mehr Mädchen und Jungen in der heutigen Gesellschaft sind psychisch belastet und/oder leiden unter Depressionen. Nach aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen erleben 8-10 Prozent der älteren Kinder und Jugendlichen ihre Lebenssituation als ausweg- und perspektivlos. Mit zunehmendem Alter steigt die Suizidgefährdung dramatisch an. Suizid ist nach Unfällen die zweithäufigste Todesart in dieser Altersgruppe. Viele Jugendliche reagieren auf die Belastungen mit psychischen Störungen wie z.B. Magersucht, Depressionen und Borderline-Störungen oder flüchten durch den übermäßigen Konsum von Alkohol und Drogen in Suchtstrukturen, die letztlich neue Probleme und Belastungen mit sich bringen. Die Fachmitarbeiter(innen) der Jugendhilfe, aber auch Eltern sehen sich zunehmend mit solchen Problematiken konfrontiert und stehen diesen nicht selten ratlos gegenüber. Die Erkrankung als solche zu erkennen, ist der erste Schritt zur Hilfe. Um im Interesse von Kindern und Jugendlichen wirksam zu helfen, kommt der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Gesundheitswesen eine besondere Bedeutung zu.


Inhalte
Der Fachkongress vermittelt theoretisches Fachwissen depressiver Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Gleichzeitig beschäftigt er sich mit möglichen Ursachen psychischer Belastungen und Erkrankungen. Experten aus dem Jugendhilfe- und dem Psychiatriebereich stellen ihre Erfahrungen mit belasteten Mädchen und Jungen in ihren Einrichtungen dar und gehen der Frage nach, wie es gelingen kann, einen Zugang zu den Betroffenen herzustellen. Ängste und Unsicherheiten der Helfer(innen) davor, etwas „falsch“ zu machen, insbesondere bei suizidgefährdeten Jugendlichen, sollen durch die Vermittlung von Wissen, Erfahrungen und praktischen Übungen abgebaut werden.

Adressaten
Der Fachkongress richtet sich an alle Fachkräfte aus dem Jugendhilfe- und Psychiatriebereich, an Lehrer(innen), Kinderärztinnen und Kinderärzte, Gynäkolog(inn)en und alle, die in ihrer Berufspraxis mit psychisch belasteten Mädchen und Jungen zu tun haben.

Förderung
Der Fachkongress wird im Rahmen des Projektes „Qualifizierung von Kooperations- und Netzwerkstrukturen im Kinderschutz” durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.


Programm

Montag, 2. Juni 2008
Eröffnung und Grußwort
9.45 - 10.00 Uhr Antje Möllmann, Kinderschutz-Zentrum Hannover
Vortrag 1
10.00 - 11.00 Uhr Psychische Störungen und Depressionen in Kindheit und Jugend
Dr. Andreas Richterich, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
 
Kleine Pause
11.00 - 11.15 Uhr  
Vortrag 2
11.15 - 12.15 Uhr Suizidgefährdung bei Kindern und Jugendlichen
Sigrid Meurer, Neuhland Berlin
Mittagspause
12.15 - 13.30 Uhr  
Forum
13.30 - 15.30 Uhr Psychosoziale Belastungen in den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen
Christiane Mettlau, REBUS Stellingen Hamburg,
Prof. Dr. Arnold Lohaus, Universität Bielefeld
Workshops 1–3
13.30 - 15.30 Uhr 1. Umgang mit suizidgefährdeten Kindern und Jugendlichen in Betreuung und Therapie ? Erfahrungen aus der Kriseneinrichtung Neuhland Berlin
Sigrid Meurer, Neuhland Berlin
 
  2. Wenn Eltern psychisch krank sind . . .
–Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche

Linda Engelkes, Jugend-, Familien- und Erziehungsberatung der Stadt Hannover
 
  3. Borderline–Störungen – erkennen und behandeln
Dr. Andreas Richterich, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
 
Vortrag 3
15.45 - 16.45 Uhr Depressive Kinder und ihre Eltern
– Kontakt gestalten, Hilfen anbieten

Dr. Tamara Jacubeit, Klinik für Kinder und Jugendpsychiatrie, Lüdenscheid
 

Dienstag, 3. Juni 2008
Vortrag 4
10.00 - 10.45 Uhr Essstörungen – Magersucht und Bulimie als Ablösungsversuch verstehen
Ulrike Juchmann, Therapeutische Wohngruppe Mondlicht, Berlin
 
Workshops 4–7
10.15 - 12. 15 Uhr 4. Durchs Netz gefallen . . . – Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch nicht gelingende Kooperation
Stefan Pohl, Sozialpsychiatrische Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche und deren Familien, Hannover
 
  5. „Ich bin traurig und enttäuscht, doch niemand will es hören” – Umgang mit kindlichen Gefühlen der Trauer und des Velassenseins
Verena Fuchslocher, Kinderschutz-Zentrum Heidelberg
 
  6. Kontaktgestaltung mit psychisch erkrankten Jugendlichen in der Jugendhilfe
Frank Dähling, Brücke Schleswig-Holstein, Kiel
 
  7. Lebenslust statt Essensfrust – kreative Ideen in der Arbeit mit essgestörten Mädchen
Ulrike Juchmann, Therapeutische Wohngruppe Mondlicht, Berlin
 
Mittagspause
12.15 - 13.15 Uhr  
Votrag 5
13.15 - 14.15 Uhr Substanzkonsum und Suchtentwicklung – Risiken und Chancen des Konsums von Drogen und Alkohol bei Jugendlichen
Prof. Dr. Michael Klein, Katholische Fachhochschule Köln
 
14.30 Uhr Ende der Veranstaltung
Der Veranstalter weist darauf hin, dass Programmänderungen möglich sind.

Veranstalter


Die Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 145
50968 Köln
Tel: 0221 / 569753
Fax: 0221 / 5697550
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org

In Zusammenarbeit mit:

Kinderschutz-Zentrum Hannover
DKSB LV Niedersachsen

Schwarzer Bär 8
30449 Hannover
Internet: www.ksz-hannover.de

Tagungsort
KROKUS - Soziales und kulturelles Stadtteilzentrum Kronsberg
Thie 6
30539 Hannover
Internet:www.krokus-hannover.de

Das Stadtteilzentrum Kronsberg liegt direkt am Naherholungsgebiet Kronsberg. Von der Innenstadt ist es mit der Stadtbahnlinie 6 Richtung "Messe Ost" (bis zur Haltestelle "Kronsberg") zu erreichen (Fahrzeit ca. 25 Minuten).

Tagungsbeitrag
Der Tagungsbeitrag beinhaltet die Teilnehmergebühr ohne Verpflegung und Tagungsgetränke.

Teilnehmergebühr € 135,00 (Online-Anmeldung)
€ 145,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
Tagesteilnahme € 75,00 (Online-Anmeldung)
€ 80,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
Bei Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen wie eine Verwaltungsgebühr von
€ 20,00. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmerpreis gezahlt werden.

Online–Anmeldung
Die Online-Anmeldung zum Fachkongress erfolgt über die bereitgestellte Maske auf der Internet-Seite
http://www.kinderschutz-zentren.org/hannover/

E–Mail–Anmeldung
Senden Sie Ihre E-Mail-Anmeldung (€ 145,00/€ 80,00) an die Adresse:
die@kinderschutz-zentren.org

Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700