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Fachkongress 9/2007

Depressive Eltern - Schwierige Kindheit?

6.-7. September 2007 in Kiel


Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass rund drei Prozent aller Erwachsenen in der Bundesrepublik Deutschland an einer psychischen Störung bzw. Erkrankung leiden. Noch immer wird jedoch vielfach übersehen, dass viele dieser Erwachsenen Eltern sind. Ihre Kinder sind durch die Beeinträchtigung der Eltern stets betroffen und oft auch tiefgreifend individuell, familiär und sozial belastet. Die zum Teil sehr schweren Überforderungen und Risiken der Kinder werden erst seit kurzem thematisiert.

Der Kongress soll theoretisches Wissen über depressive Erkrankungen im Erwachsenenalter vermitteln und Konzepte für die Arbeit mit depressiven Eltern vorstellen. Fachkräfte aus Jugendhilfe und Gesundheitswesen werden für die sich daraus ergebenden Bedürfnisse aller Familienmitglieder sensibilisiert und über die besonderen Risiken für die Kinder aufgeklärt.

Im Vordergrund stehen die Fragen, wie SozialarbeiterInnen, TherapeutInnen und PädagogInnen mit depressiv erkrankten Eltern in Kontakt kommen, wie sie sie auf die Bedürfnisse und die Belastungen ihrer Kinder aufmerksam machen und sensibilisieren können. Die professionellen HelferInnen stehen hier vor der Herausforderung, sich auf eine schwierige Beziehungsarbeit mit der Familie einzulassen, die die Kinder und Eltern gleichermaßen im Blick hat.

Zur Klärung dieser Fragen, werden ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis als ReferentInnen in Vorträgen und Übungen einen vertiefenden Einblick vermitteln.


Programm

Donnerstag, 6. September 2007
Begrüßung/Einleitung
09.30 - 10.00 Uhr Irene Johns, Kinderschutz-Zentrum Kiel

Prof. Heribert Ostendorf, Forschungsstelle für Jugendstrafrecht und Kriminalprävention an der Universität Kiel

 
Vorträge
10.15 - 11.15 Uhr Das Bündnis gegen Depression: Über die Bedeutung der Erkrankung und die Strategien, ihr gerecht zu werden
Dr. med. Jan-Hendrik Puls, Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Kiel
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11.15 - 11.30 Uhr kleine Pause
 
11.45 - 12.45 Uhr Die bleierne Zeit - Hintergründe und subjektives Erleben von Depressionen
Prof. Dr. Michael Eink, Evangelische Fachhochschule Hannover
|zur Person/Abstract|
 
12.45 - 14.00 Uhr Mittagspause
 
Vortrag
14.15 - 15.15 Uhr Begegnung und Umgang mit depressiven Menschen - Möglichkeiten und Wege für Helfer in der Bewältigung einer schwierigen Beziehungssituation
Dr. Christian Wolf, Oldenburg
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15.15 - 15.45 Uhr kleine Pause
 
Workshops 1 - 7
15.45 - 17.45 Uhr Praxisteil: Wie kann ich mit depressiven Eltern ins Gespräch kommen?
Im Praxisteil wird das zentrale Tagungsthema vertiefend erläutert und mit den Teilnehmenden in Übungen erfahrbar gemacht.
  • Frank Dähling, Brücke Schleswig-Holstein, Kiel
  • Nicola Franken-Rowolt, Margaretenhort Hamburg
  • Katharina Loerbroks, Praxis für Supervision, Fortbildung und Psychotherapie, Oldenburg
  • Stefanie Thiede-Moralejo, Praxis für Supervision, Fortbildung und Psychotherapie, Oldenburg
  • Ralf Witte, Brücke Schleswig-Holstein, Neumünster
  • Dr. Christian Wolf, Praxis für Kinder- und Jugendpsychotherapie, Oldenburg
  • N.N.
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Freitag, 7. September 2007
Vortrag
9.15 - 10.15 Uhr Die strafrechtliche Verantwortung von Eltern und Betreuern bei Kindesvernachlässigung
Prof. Heribert Ostendorf, Forschungsstelle für Jugendstrafrecht und Kriminalprävention an der Universität Kiel
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10.15 - 10.30 Uhr kleine Pause
 
Workshops
10.30 - 12.30 Uhr
  1. Sexuelle Gewalt und Depression - Arbeit mit Betroffenen
    N.N. Kinderschutz-Zentren
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  2. Stellenwert und Möglichkeiten der medikamentösen Therapie bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
    Dr. med. Jan-Hendrik Puls, Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Kiel
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  3. Depressive Eltern und die Auswirkungen auf die Eltern-Kind-Beziehung
    Nicola Franken-Rowold, Margaretenhort Hamburg
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  4. Frühkindliche Bindungserfahrung und Depression (Arbeitstitel)
    Dr. med. Christian König, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Wichernstift, Ganderkesee
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  5. Depression und andere psychische Erkrankungen - Hilfe für die ganze Familie durch Elterntraining
    Sonja Steinbach, Frank Dähling, Die Brücke Kiel
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  6. "Bei uns zu Hause da regnet`s manchmal aus der Sonne" - Mitteilungs- und Bewältigungsstrategien von Kindern depressiver Eltern(teile)
    Birgit Gaisendrees, Ärztliche Beratungsstelle Bergisch Land
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  7. Erkennen von Grenzen - Depression und Kindeswohlgefährdung
    Brigitta Weber, Psychotherapeutische Praxis, Hamburg
    |zur Person/Abstract|
12.30 - 14.00 Uhr Mittagspause
 
Vortrag
14.15 - 15.15 Uhr Clearing und Evaluation der Eltern-Kind Interaktion bei depressiven Eltern(teilen) aus Sicht der Kinder
Birgit Gaisendrees, Ärztliche Beratungsstelle Bergisch Land
|zur Person/Abstract|
 
15.30 - 16.00 Uhr Diskussionsrunden
mit den ReferentInnen bei Kaffee und Kuchen
Der Veranstalter weist darauf hin, dass Programmänderungen möglich sind.

Veranstalter


Die Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 147
50968 Köln
Tel: 0221 / 569753
Fax: 0221 / 5697550
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org

Kooperation
Forschungsstelle für Jugendstrafrecht und Kriminalprävention
Christian Albrechts Universität Kiel

Kinderschutz-Zentrum Kiel
Zastrow Str. 12
24114 Kiel

Tagungsort
Forschungsstelle für Jugendstrafrecht und Kriminalprävention
Olshausenstr. 75
24118 Kiel

Tagungsbeitrag
Der Tagungsbeitrag beinhaltet die Teilnehmergebühr ohne Verpflegung und Tagungsgetränke.
Teilnehmergebühr € 125,00(Online-Anmeldung)
€ 135,00(Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
Tagesteilnahme € 70,00(Online-Anmeldung)
€ 75,00(Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
StudentInnen 50 % Ermäßigung (nur bei Vorlage einer Studienbescheinigung)
Bei Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen wie eine Verwaltungsgebühr von € 20,00. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmerpreis gezahlt werden.

Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700
Stichwort: Kiel2007