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Fachkongress 9/2007

Handlungsstrategien in schweren Familienkrisen
Kontakt halten, Konflikt riskieren, Kompetenzen stärken

13.-14. September 2007 in Leipzig


Aktualität des Tagungsthemas
Es gibt viele Faktoren, die zu schweren Familienkrisen führen können. Dazu gehören u. a. konflikthafte Auseinandersetzungen der Eltern, Überforderung in der Erziehungssituation, eigene Misshandlungs-, Missbrauchs- oder Vernachlässigungserfahrungen ebenso wie Arbeitslosigkeit, soziale Benachteiligung, Armut und unzureichende Wohnsituationen. Dies führt zu einer Belastung aller Familienmitglieder. Besonders betroffen sind die Kinder, die je nach Lebenssituation und eigenen Möglichkeiten in ihrer Entwicklung gestört werden, oft viel zu viel Verantwortung tragen oder sogar existentiell bedroht sind, wenn Familiensituationen eskalieren. Darauf machen immer wieder Schlagzeilen in der Tagespresse aufmerksam.

Helferinnen und Helfer stehen vor der schwierigen Aufgabe, einerseits einen Kontakt zu den Familien herzustellen und ressourcenorientiert Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung der Krise anzubieten und andererseits Konflikte zu riskieren, wenn das Kindeswohl gefährdet ist.

Fragestellungen
Der Fachkongress beschäftigt sich u. a. damit, wie Helferinnen und Helfern der Zugang zu Familien in schweren Familienkrisen gelingen und der Kontakt gehalten werden kann. Wie können Konfrontation und Konflikt mit den Eltern in einer Weise riskiert werden, die Veränderungswünsche der Eltern stärken und nicht schwächen? Wie können Kompetenzen und Verantwortlichkeit der betroffenen Eltern gestärkt werden? Wie erleben Kinder die Familiensituation und wie können sie entlastet oder geschützt werden? Welche rechtlichen Handlungsschritte gibt es zum Schutz des Kindes und welche Veränderungen hat der Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII für die Jugendhilfe gebracht?

Weitere Inhalte
Eine Beantwortung der Fragen setzt Kenntnisse über mögliche psychosozialen Belastungen und ein Verständnis für die familiendynamischen Prozesse und Beziehungen in schweren Krisen voraus. In den Workshops sollen verschiedene Hilfeangebote auf ihre Wirksamkeit hin betrachtet werden. Außerdem werden die rechtlichen Grundlagen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe vorgestellt und diskutiert. Die Voraussetzungen für eine gelingende Kooperation von öffentlicher und freier Jugendhilfe werden ebenso thematisiert, wie die Schwierigkeiten in der Praxis.

Wissen für den Berufsalltag
Die TeilnehmerInnen der Fachtagung bekommen ein vertieftes Verständnis für die Problematik in schweren Familienkrisen. Hilfezugänge und Handlungsmöglichkeiten, die Kinder schützen und Familien unterstützen werden aufgezeigt, Kenntnisse und Erfahrungen für eine professionelle Kooperation vermittelt.

Adressaten
Die Tagung richtet sich an alle FachmitarbeiterInnen aus der Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen, die mit Familien in schweren Lebenskrisen zu tun haben. Angesprochen sind KollegInnen aus den Jugendämtern, Beratungsstellen und Kindertagesstätten, sowie Kinderärzte, Gynäkologen und Hebammen.

Förderung
Die Fachtagung wird gefördert durch das


Programm

Donnerstag, 13. September 2007
Begrüßung/Einleitung
09.30 - 10.00 Uhr Arthur Kröhnert, Die Kinderschutz-Zentren, Köln

Grußwort
Dr. Siegfried Haller, Leiter, Jugendamt Leipzig

 
Vorträge
10.00 - 11.00 Uhr Hilfezugänge in schweren Familienkrisen - gesellschaftliche und familiäre Aspekte
Michael Nitsch, Kinderschutz-Zentrum München
|zur Person/Abstract|
 
11.00 - 11.15 Uhr kleine Pause
 
11.15 - 12.15 Uhr "Das Jugendamt wird`s schon richten..."
Wie viel Kooperation braucht Kinderschutz?

Christine Gerber, Jugendamt München
|zur Person/Abstract|
 
12.15 - 13.15 Uhr Mittagspause
 
Workshops
13.15 - 15.15 Uhr
  1. Kinder im Familienkonflikt - Belastungen erkennen und Bewältigungsstrukturen nutzen
    Wolfgang Jaede, Psychologische Beratungsstelle, Freiburg
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  2. Wenn die Gewalt seit Generationen um sich schlägt … - Gewaltkreisläufe
    Stefanie Thiede-Moralejo, Praxis für Supervision, Fortbildung und Psychotherapie, Oldenburg
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  3. Die systemische Zukunftsskulptur - Orientierung finden in chaotischen Familien
    Dr. Torsten Klemm, Kinderschutz-Zentrum Leipzig
    |zur Person/Abstract|
  4. Schwierige Familien - schwierige Helferbeziehungen. Professionelle Kooperation im Kinderschutz
    Matthias Heinsohn-Krug, Erziehungsberatungsstelle Ratzeburg
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  5. Aufsuchende Familientherapie in Familienkrisen
    N.N.
    |zur Person/Abstract|
15.15 - 15.45 Uhr kleine Pause
 
Vortrag
15.45 - 16.45 Uhr Kinder im Familienkonflikt zwischen Kompetenz und Überforderung
Mechthild Reinhard, Institut für systemische Beratung, Gießen/Heidelberg
|zur Person/Abstract|
 

Freitag, 14. September 2007
Vortrag
9.15 - 10.15 Uhr Familienkrisen durch sexuellen Kindesmissbrauch
Natalia Bleiker-Buth, Kinderschutz-Zentrum Lübeck
|zur Person/Abstract|
 
10.15 - 10.30 Uhr kleine Pause
 
Workshops
10.30 - 12.00 Uhr
  1. Sexueller Kindesmissbrauch - Handlungsstrategien und Hilfemöglichkeiten
    Natalia Bleiker-Buth, Kinderschutz-Zentrum Lübeck
    |zur Person/Abstract|
  2. Aufsuchende Familientherapie in Familienkrisen
    N.N.
    |zur Person/Abstract|
  3. Schwierige Familien - schwierige Helferbeziehungen. Professionelle Kooperation im Kinderschutz
    Matthias Heinsohn-Krug, Erziehungsberatungsstelle Ratzeburg
    |zur Person/Abstract|
  4. Kinder im Familienkonflikt - Belastungen erkennen und Bewältigungsstrukturen nutzen
    Wolfgang Jaede, Psychologische Beratungsstelle, Freiburg
    |zur Person/Abstract|
  5. Die systemische Zukunftsskulptur - Orientierung finden in chaotischen Familien
    Dr. Torsten Klemm, Kinderschutz-Zentrum Leipzig
    |zur Person/Abstract|
12.00 - 12.15 Uhr kleine Pause
 
Vortrag
12.15 - 13.15 Uhr Bitte Recht freundlich! - Zu den gesetzlichen Vorgaben für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Und zu den (überzogenen) Erwartungen.
Thomas Mörsberger, Vorsitzender des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF), Heidelberg
|zur Person/Abstract|
 
13.15 - 13.30 Uhr Schlusswort
Der Veranstalter weist darauf hin, dass Programmänderungen möglich sind.

Veranstalter


Die Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 147
50968 Köln
Tel: 0221 / 569753
Fax: 0221 / 5697550
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org

Kooperation
Kinderschutz-Zentrum Leipzig
Brandvorwerkstr. 80
04275 Leipzig

Tagungsort
Städtisches Kaufhaus Leipzig
Ritterstr. 16-22
04109 Leipzig

Tagungsbeitrag
Die Teilnehmergebühr beinhaltet keine Verpflegung und Tagungsgetränke.
Teilnehmergebühr € 125,00(Online-Anmeldung)
€ 135,00(Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
Tagesteilnahme € 70,00(Online-Anmeldung)
€ 75,00(Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
StudentInnen 50 % Ermäßigung (nur bei Vorlage einer Studienbescheinigung)
Bei Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen wie eine Verwaltungsgebühr von € 25,00. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmerpreis gezahlt werden.

Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700
Stichwort: Leipzig2007