| Fachkongress 9/2005
Kinder und Jugendliche mit sexuell grenzverletzendem Verhalten
Prävention, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten
22. - 23. September 2005 in Kiel
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Vorwort
Wenn über das Problem der sexuellen Gewalt an Kindern
berichtet wird, stehen in der Regel die Erwachsenen im Zentrum
der fachlichen, politischen und juristischen Auseinandersetzung.
Zunehmend rücken jetzt aber auch Jugendliche
und Kinder in den Focus, wenn von sexuellen Übergriffen
auf Kinder und Jugendliche berichtet wird. Eine Entwicklung,
die sich bereits seit einigen Jahren in den polizeilichen
Kriminalstatistiken verfolgen lässt und auf die Fachleute
aus der Jugendhilfe und der Kinder- und Jugendpsychiatrie
verweisen, wenn sie aus ihrer Praxis berichten.
Neue wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen diese
Erfahrungen und es besteht Übereinstimmung darin, dass
Handlungskonzepte entwickelt werden müssen, die sowohl
den Schutz der von Gewalt betroffenen Kinder und
Jugendlichen gewährleisten als auch die übergriffigen Kinder
und Jugendlichen davon abhalten, sexuelle Gewalt
auszuüben.
Wird sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen vermutet
oder festgestellt, sind in der Regel sehr unterschiedliche
Professionen beteiligt. Häufig wird dabei vernachlässigt
bzw. übersehen, dass durch eine enge Kooperation und
Vernetzung der Hilfesysteme eine zielgerichtete Hilfe und
ein besserer Schutz für die Kinder und Jugendlichen realisierbar
wäre. Leider wird es in diesen Fragen immer noch
versäumt, die Schnittstellen zwischen Jugendhilfe, Kinderund
Jugendpsychiatrie, Justiz und Ermittlungsbehörden
konzeptionell zu füllen und Institutionen übergreifend zu
arbeiten.
Im Rahmen des Kongresses werden Fachleute aus den verschiedenen
Arbeitsbereichen Konzepte erörtern, die die
Basis für ein präventiv wirkendes Unterstützungs- und
Hilfenetzwerk darstellen können. Die Konzeption der Tagung
richtet sich u. a. an dem Rahmenkonzept „Arbeiten
mit sexuell grenzverletzenden Jugendlichen“, welches von
einer multiprofessionell zusammengestellten Steuerungsgruppe
erarbeitet wurde.
Der Kongress richtet sich an Entscheidungsträger in der
öffentlichen und freigemeinnützigen Jugendhilfe, an MitarbeiterInnen
der Jugendhilfe, der Jugendgerichtshilfe,
Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Ermittlungsbehörden
und der Justiz.
Der Fachkongress wird durch das Bundesjugendministerium gefördert.
Programm
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Donnerstag, 22. September 2005
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| Eröffnung und Grußwort
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| 09.30 - 10.00 Uhr |
Marie-Louise Schröder, Kinderschutz-Zentrum Kiel
Arbeit mit sexuell grenzverletzenden Jugendlichen – Überlegungen für ein Handlungskonzept
Arthur Kröhnert, Die Kinderschutz-Zentren |
| Vorträge
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| 10.00 - 11.00 Uhr |
Sexuell grenzverletzende Kinder und Jugendliche – ein neues Problem? Bewertung der aktuellen Fachdiskussion aus kriminologischer und juristischer Sicht.
Prof. Dr. Heribert Ostendorf, Forschungsstelle für Jugendstrafrecht und Kriminalprävention an der Universität Kiel |zur Person/Abstract| |
| 11.00 - 12.00 Uhr |
Jugendliche sexuelle Misshandler – was nun?
Monika Egli-Alge, Forensisches Institut Ostschweiz, Weinfelden |zur Person/Abstract| |
| 12.30 - 14.00 Uhr |
Mittagspause
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| Vortrag
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| 14.00 - 15.00 Uhr |
Möglichkeiten und Grenzen polizeilicher Kooperation in der Arbeit mit sexuell grenzverletzenden Jugendlichen
Dr. Wiebke Steffen, Landeskriminalamt Bayern |zur Person/Abstract| |
| 15.00 - 15.30 Uhr |
Kaffeepause
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| Kolloquien
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| 15.30 - 17.30 Uhr |
- Instrumente zur Begutachtung von sexuell grenzverletzenden Jugendlichen
Monika Egli-Alge, Forensisches Institut Ostschweiz, Weinfelden |zur Person/Abstract|
- Mädchen und sexuelle Grenzverletzung
Agnes Reuter, Evang. Jugend- und Fürsorgewerk–Lazarus gAG, Berlin Dorothea Zimmermann, Wildwasser Berlin e.V. |zu den Personen/Abstract|
- Arbeit mit Familien von sexuell grenzverletzenden Jugendlichen
Sigrid Richter-Unger, Kind im Zentrum Berlin |zur Person/Abstract|
- Das Familiengericht – Unterstützung durch richterliche Anordnung?
Dr. Dirk Rost, Familienrichter, Amtsgericht Husum |zur Person/Abstract|
- Datenschutz als Kooperationshindernis?
Natalie Weiss, Die Kinderschutz-Zentren, Köln |zur Person/Abstract|
- Rückfallrisiken
Thomas Gruber, Kinder- und Jugendpsychiatrie Viersen |zur Person/Abstract|
- Prävention
Michael Herschelmann, Kinderschutz-Zentrum Oldenburg |zur Person/Abstract|
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Freitag, 23. September 2005
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| Vortrag
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| 10.00 - 11.00 Uhr |
Aufgaben und Möglichkeiten der erzieherischen Hilfen
Thomas Kaufholdt, EDUCON Düsseldorf |zur Person/Abstract| |
| 11.00 - 11.15 Uhr |
Pause
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| Vortrag
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| 11.15 - 13.00 Uhr |
Sexualität und Grenzverletzungen – Grundlegendes über sexuelle Übergriffe im Kontext sexueller Entwicklung von Mädchen und Jungen aus sexualpädagogischer Perspektive
Ina-Maria Philipps, Institut für Sexualpädagogik Dortmund |zur Person/Abstract| |
| 13.00 - 14.00 Uhr |
Mittagspause
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| Kolloquien
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| 14.00 - 16.00 Uhr |
- „...das ist eben so passiert ...!“ – Gruppentherapeutische Arbeit mit sexuell devianten Jugendlichen
Kirstin Dawin, Kinderschutz-Zentrum München |zur Person/Abstract|
- Rahmenbedingungen für Jugendhilfeeinrichtungen, die sexuell grenzverletzende Jugendliche betreuen
Thomas Kaufholdt, EDUCON Düsseldorf |zu den Personen/Abstract|
- Gefährlich oder gefährdet? Fallbeispiele von Kindern und Jugendlichen mit sexuell grenzverletzendem Verhalten
Ralph Kortewille, Kinderschutz-Zentrum Kiel |zur Person/Abstract|
- "Von armen Würstchen und bösen Jungs" - therapeutische Arbeit mit jugendlichen Sexualtätern zwischen Konfrontation und Empathie
Kay Wegner, Packhaus, Kiel |zur Person/Abstract|
- Sexualisierte Gewalt von Jungen
Christian Spoden, Fachstelle für Gewaltprävention, Bremen |zur Person/Abstract|
- Entwicklung von Kooperationsmöglichkeiten mit Einrichtungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Ralph Berlinghoff, Ärztliche Kinderschutzambulanz Münster |zur Person/Abstract|
- Netzwerk: Jugendhilfe – Medizin/Therapie – Justiz – Polizei
Dr. Anette Siemer-Eikelmann, Gesundheitsamt der Stadt Münster. |zur Person/Abstract|
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| Abschluss
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| 16.00 Uhr |
Resümee der Tagung, Perspektiven |
Veranstalter
Die
Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 147
50968 Köln
Tel: 0221 / 569753
Fax: 0221 / 5697550
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org
Kooperation
Forschungsstelle für Jugendstrafrecht und Kriminalprävention
Christian Albrecht Universität Kiel
Kinderschutz-Zentrum Kiel
Zastrowstraße 12
24114 Kiel
Tagungsort
Forschungsstelle für Jugendstrafrecht und Kriminalprävention
Olshausenstr. 75
24118 Kiel
Tagungsbeitrag
Unter Einschluss der Tagungsunterlagen und der Konferenzgetränke.
Teilnehmergebühr € 125,00(Online-Anmeldung)
Teilnehmergebühr € 135,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
Tagesteilnahme € 70,00(Online-Anmeldung)
Tagesteilnahme € 75,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
Studenten 50% Ermäßigung (nur mit Studienbescheinigung)
Bei Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen wie eine Verwaltungsgebühr von € 25,00. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmerpreis gezahlt werden.
Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700
Stichwort: Fachkongress Kiel
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