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Fachkongress 8/2006

Kinder und Jugendliche mit sexuell grenzverletzendem Verhalten
- Gefährlich oder gefährdet?

24. - 25. August 2006 in Wuppertal


Vorwort
Wenn Kinder und Jugendliche durch sexuelle Übergriffe auffallen, wird ihre Tat in den Mittelpunkt gerückt: Sie werden zu Tätern, die behandelt werden müssen, um andere vor ihnen zu schützen. Sie gelten nicht mehr als in ihrer eigenen psychosexuellen Entwicklung gefährdet, sondern als gefährlich für die Entwicklung anderer. Ihre Individualität, ihr lebensgeschichtlicher und sozialer Kontext gerät dabei allzu leicht aus dem Blickfeld. Die mit dem Thema verbundenen Emotionen, Betroffenheiten und Verunsicherungen erzeugen bei den beteiligten Institutionen einen Handlungsdruck, der den Blick auf die Probleme der Jugendlichen zusätzlich erschwert. In der Arbeit mit sexuell grenzverletzenden Kindern und Jugendlichen und ihren Familien begegnen wir häufig jungen Menschen, die in ihren Ausdrucksfähigkeiten hinsichtlich ihrer Bedürfnisse, Sehnsüchte und Widersprüche keine ausreichende Unterstützung erfahren haben. Entsprechend muss ihr sexuell grenzverletzendes Verhalten in vielen Fällen vor dem Hintergrund früher Verletzungen, Vernachlässigungs- und Gewalterfahrungen gesehen werden. Ihrer Lebenswirklichkeit gerecht zu werden bedeutet, sie einerseits deutlich mit Normen zu konfrontieren, ihnen anderseits aber auch entwicklungsfördernde Hilfen anzubieten. Nicht immer gelingt dabei der Spagat zwischen strafrechtlichen Sanktionen und hilfeorientierten Angeboten der Jugendhilfe in befriedigender Weise.
Im Rahmen des Fachtages sollen unterschiedliche Aspekte des Umgangs mit sexuell aggressiven Jungen dargestellt werden. Im Hinblick auf mehrperspektivische Hilfeansätze sollen Modelle von Kooperation entwickelt und diskutiert werden.

Die Tagung richtet sich an interessierte Fachleute unterschiedlicher Professionen aus Jugendhilfeeinrichtungen, Beratungsstellen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Bewährungshilfe und Justiz.


Programm

Donnerstag, 24. August 2006
Begrüßung und Einführung
09.30 - 10.00 Uhr Erich Bethe
Vorstand der Bethe-Stiftung

Arthur Kröhnert
Bundesgeschäftsführer Die Kinderschutz-Zentren, Köln

 
Vorträge
10.00 - 11.00 Uhr Sexualität im Kindes- und Jugendalter - ein ganz normales Tabu?
Elisabeth Raffauf, Psychologin und Autorin, Köln
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11.15 - 12.15 Uhr Tätertherapie oder dem Täter auf der Spur
Thomas Gruber, Rheinische Landesklinik Viersen
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12.30 - 14.00 Uhr Mittagspause
 
Workshops
14.00 - 16.00 Uhr
  1. Lange Pausen, rote Ohren - Umgang mit Sexualität in Alltagssituationen
    Elisabeth Raffauf, Psychologin und Autorin, Köln
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  2. Beratung und Therapie mit jugendlichen sexuellen Misshandlern in der ambulanten Arbeit
    Bettina Kirchmann und Burkhard Minnerup,Fachstelle AUS.WEGE der Arbeiterwohlfahrt Familienglobus gGmbH Düsseldorf
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  3. Rückfallrisiken von sexuell auffälligen Jugendlichen
    Thomas Gruber, Rheinische Landesklinik Viersen
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  4. Arbeit mit sexuell grenzverletzenden Jugendlichen - Überlegungen für ein Handlungskonzept
    Arthur Kröhnert, Die Kinderschutz-Zentren, Köln
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16.00 - 16.30 Uhr Kaffeepause
 
Vortrag
16.30 - 17.30 Uhr Zwischen Mitgefühl und Zorn - Praxis der ambulanten Gruppentherapie mit sexuell devianten Jugendlichen
Michael Schwarz, Kinderschutz-Zentrum München
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Freitag, 25. August 2006

Vortrag
09.30 - 10.30 Uhr Sexuelle Übergriffe unter Kindern
Dagmar Riedel-Breidenstein; Strohhalm e.V. Berlin
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10.30 - 11.00 Uhr Kaffeepause
 
Theaterstück
11.00 - 12.30 Uhr "Click it"
Zartbitter Köln
 
12.30 - 14.00 Uhr Mittagspause
 
Vorträge
14.00 - 15.00 Uhr Sexuell übergriffige Kinder und Jugendliche im Netz
Ursula Enders, Zartbitter Köln
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15.15 - 16.00 Uhr Therapeutische Arbeit mit sexuell grenzverletzenden Kindern und Jugendlichen
Monika Egli-Alge, Forensisches Institut Ostschweiz, Weinfelden
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Abschluss
16.15 - 16.45 Uhr bei Kaffee & Kuchen
 

Veranstalter


Die Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 147
50968 Köln
Tel: 0221 / 569753
Fax: 0221 / 5697550
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org

Bethe-Stiftung
Sandbüchel 29
51427 Bergisch Gladbach

Tagungsort
ART FABRIK & Hotel
Bockmühle 16-24
42289 Wuppertal
Tel.: 0202 / 28 37-0
www.art-fabrik-hotel.de

Tagungsbeitrag
Der Tagungsbeitrag beinhaltet die Tagungsgebühr inkl. Vollverpflegung.
Es gibt die Möglichkeit, Zimmer im Art Hotel zu buchen.
Preis: € 37 inkl. Frühstück (Einzelzimmer), € 47 (Doppelzimmer)
Teilnehmergebühr € 70,00
Tagesteilnahme € 40,00
StudentInnen 50 % Ermäßigung (nur bei Vorlage einer Studienbescheinigung)
Bei Abmeldung bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen wir eine Verwaltungsgebühr von € 15. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmerpreis gezahlt werden.

Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700
Stichwort: Wuppertal2006