| Fachkongress
10/2005 Entwicklungspotentiale in schweren Familienkrisen
Kontakt halten, Konflikt riskieren, Kompetenzen stärken
25.- 26. Oktober 2005 in Mainz
-zurück
zu Tagungen- -aktuelle Arbeitsmaterialien- -Feedback- -Wegbeschreibung- -online buchen-
Vorwort
Familien in schweren Krisen bewegen sich in einem hochkomplexen Spannungsfeld und treten zugleich auf der Stelle. Belastungen durch Beziehungsstörungen, Erziehungsprobleme, soziale Benachteiligung, Armut, gesundheitliche Beeinträchtigungen und die Ahnung, dass Generationen- und Geschlechterkonflikte entgleisen werden, äußern sich häufig in einer Haltung der Verleugnung, der Selbstverachtung bis hin zu vermeintlicher Ignoranz gegenüber allen Schwierigkeiten. Die Scham des Scheiterns und der Wunsch nach Veränderung bleiben so leicht unentdeckt.
Die professionellen Helfer/innen der Jugendhilfe wissen um diese Problematik; trotzdem sind sie vor Impulsen der Abwehr und Wünschen nach einfachen Lösungen nicht gefeit - umso mehr, wenn die Schutz- und Entwicklungsbedürfnisse von Kindern betroffen sind.
Wie kann einzelfallorientiert ein Hilfeverständnis entwickelt werden, der Kontakt zu Eltern und Kindern gehalten, Konfrontation und Konflikt in einer Weise riskiert werden, dass Entwicklungstüren geöffnet und nicht geschlossen werden, und wie können die Kompetenzen der betroffenen Familien gestärkt werden? - Das sind wesentliche Fragestellungen der diesjährigen Tagung.
Ein Akzent wird dabei auch auf die aktuellen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen für den Kinderschutz gesetzt. Durch den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung ( § 8a SGB VIII ) sind nicht nur die Aufgaben des Jugendamtes, sondern auch die der Träger der freien Jugendhilfe konkretisiert worden. Dies stellt alle Beteiligten vor zusätzliche Herausforderungen. Auch hier ist es notwendig, der Verführung zur Vereinfachung zu widerstehen und die Kooperation kompetent und zukunftsweisend zu gestalten. Die damit verbundene fachpolitische Initiative braucht die Unterstützung durch die Fachkräfte der Jugendhilfe, die mit ihren differenzierten Positionen zur qualitativen Weiterentwicklung des Hilfesystems beitragen.
Experiment
Mainzer Kinderschutzgespräche: Helfen im Kontakt
Die Mainzer Tagungen sollen ein Ort des Fachaustausches, im Spektrum Jugendhilfe sowie benachbarter Professionen und Jugendhilferecht sein.
Dieser Fachaustausch und, damit verbunden, die Debatte über jugendhilfepolitische Impulse für eine "best practice" sollen durch ein spezifisches Setting befördert werden. In kleinen moderierten Arbeitskreisen werden die Teilnehmer/innen Gelegenheit bekommen, anhand vorbereiteter Fragestellungen in einen intensiven Austausch zu treten. Die Ergebnisse der Arbeitskreise werden allen Teilnehmer/innen zur Verfügung gestellt.
Programm
|
Dienstag, 25. Oktober 2005
|
| Eröffnung und Grußwort
|
| 10.00 - 10.30 Uhr |
Monika Weber-Hornig
Vorstand Die Kinderschutz-Zentren
Hanne Stürtz
Geschäftsführerin Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF)
|
| Vorträge
|
| 10.45 - 11.15 Uhr |
Kinderschutz als Keimzelle und Potential in stürmischenZeiten für die Jugendhilfepolitik
Dr. Thomas Meysen, Heidelberg |zur Person/Abstract| |
| 11.15 - 12.00 Uhr |
...in Beziehung kommen - Kontakt und Widerstand in der Elternberatung
Georg Kohaupt, Berlin |zur Person/Abstract| |
| 12.00 - 12.45 Uhr |
Frühe Beziehungsförderung als präventive Hilfe für Risikofamilien
Dr. Ute Ziegenhain, Regensburg |zur Person/Abstract| |
| 13.00 - 14.15 Uhr |
Mittagspause
|
| Rechtsforum
|
| 14.15 - 15.30 Uhr |
Rechtsforum Kinder- und Jugendhilfe: Kooperation im Kinderschutz
|
| Mainzer Kinderschutzgespräche
|
| 15.45 - 16.45 Uhr |
Moderierte Arbeitskreise unterspezifischen Fragestellungen/ Teil 1
|Abstract| |
| Mainzer Kinderschutzgespräche
|
| 16.45 - 17.45 Uhr |
Moderierte Arbeitskreise unter spezifischen Fragestellungen/Teil 2
|Abstract| |
| Präsentation
|
| 17.45 Uhr |
Im Foyer werden die Diskussionsbeiträge auf Metaplantafeln präsentiert und stehen den TeilnehmerInnen am 2. Kongresstag zur Verfügung.Ergebnisse werden digital fotografiert und allen TeilnehmerInnen per e-Mail zugesandt.
|
Mittwoch 26. Oktober 2005
|
| Vortrag
|
| 09.30 - 10.30 Uhr |
Wenn geholfen werden muss:Aufsuchende Familienarbeit bei Kindeswohlgefährdung Hilfen im Zwangskontext als Chance für Familien
Regine Dülks, Köln |zur Person/Abstract| |
| Workshops
|
| 10.45 -12.45 Uhr |
- Wenn geholfen werden muss - Falldarstellung zum Vortrag
Regine Dülks, FamilientherapeutinKinderschutz-Zentrum Köln |zur Person/Abstract|
- ... in Beziehung kommen - Kontakt und Widerstand in der Elternberatung
Georg Kohaupt, Kinderschutz-Zentrum Berlin |zur Person/Abstract|
- Mo.ki - Monheim für Kinder: Präventive Hilfen durch Vernetzung
Annette Berg, Jugendamt Monheim |zur Person/Abstract|
- Datenschutz als Hindernis für Kooperation
Dr. Thomas Meysen DIJuF Heidelberg |zur Person/Abstract|
- Verantwortungsgemeinschaft statt "Jetzt hast du die Garantenstellung"
Hanne Stürz DIJuF Heidelberg |zur Person/Abstract|
- Jugendamt und Polizei - ungleiche Partner im Kinderschutz
Christine Gerber, Jugendamt München Gerhard Stern, Polizeipräsidium München |zu den Personen/Abstract|
- Schwierige Familien - schwierige HelferbeziehungenProfessionelle Kooperation im Kinderschutz
Ralf Slüter, Kinderschutz-Zentrum Hamburg-Harburg |zur Person/Abstract|
|
| 13.00 - 14.00 Uhr |
Mittagspause
|
| Vorträge
|
| 14.15 - 15.00 Uhr |
Zur Situation von Kindern in der Hilfeplanung
Frau Reinhard, Heidelberg |zur Person/Abstract| |
| 15.15 - 15.45 Uhr |
Jugendhilfe und Kinderschutz: Treibholz, Sand im Getriebe oder Entwicklungsmotor
Arthur Kröhnert, Köln |zur Person/Abstract| |
Veranstalter
Die
Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 147
50968 Köln
Tel: 0221 / 569753
Fax: 0221 / 5697550
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org
Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) e.V.
Poststr. 17
69115 Heidelberg
Tel.: 0 62 21/98 18-0
Fax: 0 62 21/98 18-28
E-Mail: institut@dijuf.de
Internet: www.dijuf.de
Tagungsort
Erbacher Hof
Akademie des Bistums Mainz
Grebenstr. 24-26
55116 Mainz
Tel.: 0 61 31/2 57-0 Fax: -514
Tagungsbeitrag
Der Tagungsbeitrag beinhaltet die Tagungsgebühr inkl. Vollverpflegung (7 Einheiten ohne Zusatzgetränke und ohne Übernachtung).
Es gibt eine begrenzte Möglichkeit, Zimmer im Erbacher Hof zu buchen.
Preis: 65 € inklusive Frühstück.
Teilnehmergebühr € 160,00(Online-Anmeldung)
Teilnehmergebühr € 170,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
Tagesteilnahme € 85,00(Online-Anmeldung)
Tagesteilnahme € 90,00 (Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
Bei Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen wie eine Verwaltungsgebühr von € 25,00. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmerpreis gezahlt werden.
Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700
Stichwort: Fachkongress Entwicklungpotentiale / Mainz
|
 |