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Fachkongress 6/2006

Riskante Kindheit
Wenn der Anfang schwer ist …
Frühe Hilfen für Familien mit besonderen psychosozialen Belastungen

26. - 27. Juni 2006 in Mainz


Vorwort
Risiken für die kindliche Entwicklung zu erkennen und mit Unterstützungsangeboten zu überwinden, ist die Kernaufgabe der Jugendhilfe.
Insbesondere bei Risiken und Gefährdungen des Kindeswohls legen die gesetzlichen Vorschriften des KJHG ein systematisiertes und kindeswohlorientiertes Vorgehen für alle Einrichtungen der Jugendhilfe nahe und knüpfen durch die Verpflichtung zur Kooperation das Hilfenetz enger.

Säuglinge und Kleinkinder sind jedoch Gefährdungen noch weitgehend unbemerkt ausgesetzt. Noch immer werden riskante Entwicklungen zu spät wahrgenommen. Beispielhafte Modelle zeigen, dass dies nicht so sein muss und dass frühzeitige Hilfen angenommen werden und gelingen. Auch wenn Scham, Angst und Misstrauen Kontaktangebote zunächst erschweren können, sind gerade Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern motiviert Hilfen anzunehmen.

Deshalb muss die Jugendhilfe beweglicher und erfinderischer werden, damit die notwendige Hilfe junge Familien mit besonderen Risiken so unbürokratisch wie möglich erreicht.

Hilfeanforderungen in Krise und Konflikt für eine geschützte und fördernde Entwicklung werden auf dieser Tagung anhand folgender Fragestellungen vertieft.

  • Wie können so früh wie möglich, (auch zukünftige) Eltern dabei unterstützt werden, eigene belastende Erfahrungen und schwierige Lebenssituationen zu überwinden?
  • An welchen Stellen können die Grenzen zwischen Gesundheitsversorgung und Jugendhilfe durchlässiger werden, damit die Ressourcen der Jugendhilfe rechtzeitig genutzt werden können?
  • Welche Hilfeangebote brauchen Hochrisikofamilien mit Kleinkindern?
  • Wie können protektive Faktoren im Lebensumfeld von Familien gestärkt werden?
  • Welche Kooperationen erfordern Kindesmisshandlung und Vernachlässigung?
Mit den Mainzer Kinderschutzgesprächen setzen Die Kinderschutz-Zentren ihr Bemühen um einen praxisfundierten kinderschutzpolitischen Austausch zwischen öffentlicher und freigemeinnütziger Jugendhilfe fort. Dabei geht es im Querschnitt immer auch um eine wirksame hilfeorientierte Umsetzung des Schutzauftrages entsprechend § 8 a KJHG in die Kinderschutzpraxis der Jugendhilfe.


Programm

Montag, 26. Juni 2006
Begrüßung/Einleitung
09.30 - 10.00 Uhr Monika Weber-Hornig
Vorstand Die Kinderschutz-Zentren

 
Vorträge
10.00 - 10.45 Uhr Frühe Stresserfahrungen bei kleinen Kindern und gesundheitliche Langzeitwirkung
Prof. Dr. med. Ulrich T. Egle, Psychosomatische Fachklinik Kinzigtal, Gengenbach
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10.45 - 11.30 Uhr Säuglinge und Kleinkinder in der Jugendhilfe -Anforderungen an Angebotsgestaltung, niedrigschwellige Zugänge und interdisziplinäre Kooperation
Mirjam Hartmann, ADEBAR Familienprojekt St. Pauli; Hamburg
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11.30 - 12.00 Uhr Pause
 
Vortrag
12.00 - 12.45 Uhr Familien mit Migrationshintergrund kennen und verstehen lernen -Der Schlüssel für präventive, frühe Hilfen
Ece Sarisaltik-Aydin, Fachdienst für Migration und Integration, Arbeiterwohlfahrt KV Köln e.V.
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12.45 - 14.15 Uhr Mittagspause
 
Forum
14.15 - 15.30 Uhr Frühe Hilfen - Quo vadis?
Der lange Marsch von viel versprechenden Anfängen in den Alltag von Jugendhilfe und Kinderschutz
15.30 - 16.00 Uhr Pause
 
Mainzer Kinderschutzgespräche
16.00 - 17.00 Uhr Moderierte Arbeitskreise
Mit spezifischen Fragestellungen
|Abstract|

Präsentation
Im Foyer werden die Beiträge präsentiert.
Ergebnisse werden digitalisiert und allen TeilnehmerInnen per e-Mail zugesandt.

Dienstag, 27. Juni 2006

Vorträge
09.15 - 10.00 Uhr Zwischen Belastung und Bewältigung - Risiken und Kompetenzen in belasteten Familien
Dr. Tamara Jacubeit, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lüdenscheid
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10.00 - 10.45 Uhr Prävention von frühkindlichen Bindungsstörungen
Dr. Karl Heinz Brisch, Dr. von Haunersches Kinderspital, Ludwig-Maximilians-Universität, München
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Workshops
11.00 - 12.45 Uhr
  1. SAFE - Sichere Ausbildung von Eltern - Ein Programm zur Förderung der sicheren Eltern Kind Bindung
    Dr. Karl Heinz Brisch, Dr. von Haunersches Kinderspital, Ludwig-Maximilians-Universität, München
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  2. Marte Meo - Videogestützes Lernen für Eltern und Fachkräfte, Entwicklungsunterstützung für Kinder
    Inge Nowak, Jugendamt Monheim
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  3. Niedrigschwellige Gruppenarbeit für belastete Mütter mit entwicklungsauffälligen Kleinkindern
    Korinna Bächer, Kinderschutz-Zentrum Köln
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  4. Belastete Familien mit Kleinkindern in der Beratung
    Monika Fischer, Beratungsstelle Frühe Hilfen Hamburg-Harburg
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  5. Frühe Hilfen für Mütter mit Migrationshintergrund- Beispiele aus der Praxis
    Ece Sarisaltik-Aydin, Fachdienst für Migration und Integration, Arbeiterwohlfahrt KV Köln e.V.
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  6. Präventionsprojekt Zukunft für Kinder in Düsseldorf - Ein Kooperationsmodell der Gesundheits- und Jugendhilfe
    Petra Funger, Stadt Düsseldorf
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13.00 - 14.00 Uhr Mittagspause
 
Vorträge
14.15 - 15.00 Uhr Ohne Kooperation geht nichts - Möglichkeiten und Grenzen der Hilfen durch das Gesundheitswesen
Dr. Gabriele Trost-Brinkhues, Kinder- und Jugendgesundheitsdienst der Stadt Aachen
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15.15 - 16.00 Uhr So früh wie nötig - so unaufdringlich wie möglichHilfezugänge zu Eltern in schwierigen Lebenslagen aus gemeinwesenorientierter Perspektive
Prof. Dietmar Müllensiefen, Evangelische Fachhochschule Freiburg
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16.00 - 16.30 Uhr Live Chat bei Kaffee & Kuchen
 

Veranstalter


Die Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 147
50968 Köln
Tel: 0221 / 569753
Fax: 0221 / 5697550
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org

Förderung
Der Kongress wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Tagungsort
Erbacher Hof
Akademie des Bistums Mainz
Grebenstr. 24-26
55116 Mainz
Tel.: 0 61 31/2 57-0 Fax: -514

Tagungsbeitrag
Der Tagungsbeitrag beinhaltet die Tagungsgebühr inkl. Vollverpflegung (7 Einheiten ohne Zusatzgetränke und ohne Übernachtung). Es gibt eine begrenzte Möglichkeit, Zimmer im Erbacher Hof zu buchen.
Preis: 65 € inklusive Frühstück.
Teilnehmergebühr € 160,00(Online-Anmeldung)
€ 170,00(Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
Tagesteilnahme € 85,00(Online-Anmeldung)
€ 90,00(Post-/Fax-/E-Mail-Anmeldung)
StudentInnen 50 % Ermäßigung (nur bei Vorlage einer Studienbescheinigung)
Bei Abmeldungen bis zu 14 Tagen vor Beginn des Kongresses berechnen wie eine Verwaltungsgebühr von € 25,00. Bei späteren Abmeldungen muss der volle Teilnehmerpreis gezahlt werden.
Die Mainzer Kinderschutzgespräche 2006 werden von der LandesPsychotherapeutenKammer Rheinland-Pfalz mit insgesamt 12 Punkten zertifziert.

Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700
Stichwort: Mainz2006