| Fachkongress
12/2002 Gewalt gegen behinderte Kinder
-ein vernachlässigtes Thema im Kinderschutz?
Stuttgart 4. - 6. Dezember 2002
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Vorwort
Eltern von behinderten Kindern befinden sich nicht selten in einem Kreislauf, der geprägt ist von 'Kränkung - Schuldvorwürfen - Überforderung - Überlastung - Überschuldung - Selbstaufgabe'.
Dadurch entsteht eine Situation, die die Lebensqualität der gesamten Familie schwer belastet. Es existieren Bedingungen, unter denen besonders die Eltern-Kind-Beziehung leidet.
Doch gerade eine positive Beziehung zwischen dem behinderten Kind und seinen Eltern schafft die Grundlage für eine günstige Entwicklung.
Sie ist abhängig von einer partnerschaftlichen Beziehung der Eltern und Geschwister, sowie der Qualität der Kontakte zu allen übrigen Bezugspersonen.
Eine stabile positive Eltern-Kind- Beziehung entwickelt sich nur dann, wenn die Eltern für sich selbst eine befriedigende Lebenssituation aufbauen können,
eigenen Bedürfnissen in ausreichendem Maße nachgehen und sie auch den nichtbehinderten Geschwistern die notwendige Zuwendung geben können.
Dies gelingt nicht immer ohne Hilfe. Leider fällt auf, dass besonders Eltern mit behinderten Kindern die bestehenden Hilfeangebote der Jugendhilfe nicht annehmen.
Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Zu einem großen Teil sind sie auf Unkenntnis und fehlende Information zurückzuführen. Ein wesentlicher Grund scheint jedoch in den Kompetenzproblemen der beiden Hilfesysteme zu liegen (Jugendhilfe vs. Behindertenhilfe).
Dies kritisieren auch die Autoren des 11. Kinder- und Jugendberichtes.
Sie stellen die Defizite innerhalb des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) dar und empfehlen dem Gesetzgeber als Konsequenz, den § 35a KJHG auszuweiten und einen Rechtsanspruch für alle behinderten Kinder und Jugendlichen zu schaffen.
Der Fachkongress wird in Vorträgen und Workshops diese Forderung fachlich untermauern. Er wird die Notwendigkeit der Kooperation von Kinderschutz und Behindertenhilfe aufzeigen.
Er diskutiert Fragen der Vernetzung und der Weiterentwicklung der beiden Hilfesysteme.
Die Tagung richtet sich an FachkollegInnen der Berhindertenhilfe und
an die MitarbeiterInnen der Jugendhilfe und des Kinderschutzes.
Programm
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Mittwoch, 04.12.2002
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10.00 Uhr und 15.00 Uhr
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Kinder- und Jugendkulturprogramm Kinder und Jugendtheater
Theaterfirma Erfurt präsentiert das Stück:Ein Haus, ein Tisch, ein Stuhl
Ein Stück für Kinder ab 5 |
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| 17.00 -19.00 Uhr |
Elternkurse
Kurs 1 Kursnummer: 1112
Wenn Kinder über Grenzen gehen und Eltern gestresst sind-Hilfen für Eltern (geistig) behinderter Kinder
Marianne Dahm, Kinderschutz-Zentrum Kiel
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Kurs 2 Kursnummer: 1113
Damit sich Eltern im Erziehungsalltag nicht verlieren brauchen eigene Bedürfnisse ihren Platz
Helmuth Paß, Kinderschutz-Zentrum Stuttgart
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Beide Kurse werden sich mit Alltagsthemen des
Erziehungsalltages von Eltern beschäftigen. Dabei wird deutlich,
dass Konflikte und Probleme häufig unabhängig von den
spezifischen Problemen der Kinder auftreten. Die Kurse sollen
informieren, aufklären und Wege zeigen, wann, wo und warum
sich Eltern Hilfe und Unterstützung holen können. Beide Kursleiter
arbeiten als Familientherapeuten in einem Kinderschutz-Zentrum .
Für beide Elternkurse ist die Teilnehmerzahl begrenzt auf
20 Personen.
Anmeldung erfolgt unter Angabe der Kursnummer über die vhs - Stuttgart.
Die Teilnahme ist kostenlos.
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Donnerstag: 05.12.2002
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| 10.30 - 11.00 Uhr |
Eröffnung
Arthur Kröhnert, Die Kinderschutz-Zentren
Iris Loos, vhs-Stuttgart |
| 11.00 - 11.45 Uhr |
Vortrag
Elterlicher Liebe und elterliche Überforderung - auch Kinder mit Behinderung haben ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung
Martin Eckert, Geschäftsführer, Leben mit Behinderung Hamburg
|zur Person/Abstract|
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| 12.00 - 12.45 Uhr |
Vortrag
Kinder in Notsituationen - im Spannungsfeld zwischen Rehabilitations-, Eingliederungs- und Jugendhilfe
Prof. Dr. Armin Sohns, Fachhochschule Neubrandenburg
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| 13.00 Uhr |
Pause |
| 14.15 - 15.00 Uhr |
Vortrag
Vernachlässigung von Kindern mit einer Behinderung
Prof. Dr. Roland Schleiffer, Universität Köln
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| 15.30 -17.30 Uhr |
Arbeitskreise |
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Kleine Schwester - großes Biest
Zur Situation von Geschwisterkinder Marlies Winkelheide, Lilienthal
|zur Person/Abstract|
Hilfen für Kinder mit geistiger Behinderung, die Gewalt erleben oder wo Gewalt droht
- Modell eines interdisziplinären Beratungskonzeptes Marianne Dahm, Kinderschutz-Zentrum Kiel
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Grenzen der Belastung
Isolde Badelt, Lebenshilfe Heidelberg
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Kennen wir uns?
- Hilfe- und Unterstützungsangebote für Familien mit Kindern, die eine Behinderung haben
Michael Nitsch, Kinderschutz-Zentrum München
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| 20.00 Uhr |
Kultur - Programm
Film:
Verrückt nach Paris
BRD 2002, Regie: Eike Besuden und Pago Balke
Darsteller: Dominique Horwitz, Frank Grabski, Paula Kleine, Wolfgang
Göttsch, Corinna Harfouch.
Der Eintritt ist für Kongressteilnehmer im Tagungsprogramm enthalten
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Freitag: 06.12.2002
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| 10.00 - 10.45 Uhr |
Vortrag
Anpassungsstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen bei Menschen mit geistiger Behinderung
Was kann die Kinder- und Jugendpsychiatrie zum Verstehen und Behandeln gewalttätiger Kontexte beitragen?
Prof. Dr. Klaus Hennicke, Ev. Fachhochschule Bochum
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| 11.00 - 11.45 Uhr |
Vortrag
Bindungsqualität bei Kindern mit Down-Syndrom - eine Entwicklungsressource?
Prof. Dr. Hellgard Rauh, Universität Potsdam
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| 12.00 - 13.00 Uhr |
Pause |
| 13.15 - 14.45 Uhr |
Arbeitskreise |
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Bindungsqualitäten bei Kindern mit einer Behinderung
Prof. Dr. Hellgard Rauh, Universität Potsdam
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Grenzen? Welche Grenzen gibt es?
Pädagogische Betreuung und körperliche Pflege als Grenzsituation für den professionellen Helfer Helmuth Pass, Kinderschutz-Zentrum Stuttgart
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Beratung für Mädchen mit Behinderungen und deren Eltern
Anette Albrecht, BiBez e.V. Heidelberg
|zur Person/Abstract|
Zugangsprobleme - Wie erreiche ich Eltern von Kindern mit einer Behinderung
Doris von Neuenstein, Ludwigshafen
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| 15.00 - 16.00 Uhr |
Schlussplenum |
Veranstalter
Die
Kinderschutz-Zentren
Bonner Str. 147
50968 Köln
Tel: 0221 / 569753
Fax: 0221 / 5697550
E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org
Kinderschutz-Zentrum Stuttgart
 Volkshochschule Stuttgart
Tagungsort
TREFFPUNKT Rotebühlplatz
Rotebühlplatz 28
70173 Stuttgart
Haltestelle Stadtmitte
S-Bahnlinien 1-7, Straßenbahnen 2,4,14, Bus 43
Parkhaus Rotebühlplatz (Mo.-Sa. 7.00-23.00 Uhr)
Tagungsbeitrag
Unter Einschluss der Tagungsunterlagen
Teilnehmergebühr € 115,00
Tagesteilnahme € 60,00
Hotelreservierung
i-Punkt - Stuttgart
Tel: 0711/2228233
Bankverbindung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
BLZ 370 205 00, Kto.-Nr. 7 086 700
Stichwort: Fachtagung Kinderschutz-Zentren
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