Das Kinderschutz-Zentrum
Das Kinderschutz-Zentrum ist schwerpunktmäßig eingerichtet als Beratungsstelle für Familien mit Gewaltproblemen, speziell bei körperlicher und seelischer Kindsmisshandlung, Kindesvernachlässigung und sexuellem Missbrauch.
Ziel und Aufgabe des Kinderschutz-Zentrums ist es, Gewalt gegen Kinder, Kindesmisshandlung, Kindesvernachlässigung und sexuellen Missbrauch abzubauen, zu verhindern, bzw vozubeugen - durch Entwicklung, Anwendung und Weitervermittlung von speziellen, an den Ursachen von Gewalt ansetzenden Hilfen
Hilfeangebote sind kostenlos
Hilfe beruht auf Freiwilligkeit
Anonyme Beratung ist möglich
-Das Angebot- -Der Arbeitsansatz-
-moderner Kinderschutz- -Satzung-
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Das Angebot
Arbeit mit betroffenen Familien oder einzelnen Familienmitgliedern
Krisenintervention
Telefonische Beratung
Beratung /Therapie für Kinder und Eltern
Vermittlung sozialer Beratung und Hilfen
Sozialpädagogische Familienhilfe
Stationäre Angebote in Kinderwohngruppen
Täterarbeit
Arbeit mit Fachmitarbeiterlnnen
Beratung, Organisation und Durchführung von Hilfekonferenzen
Koordination und Vernetzung von Hilfeangeboten
Praxisbegleitung, Supervision von Mitarbeiterlnnen anderer psychosozialer Einrichtungen
Fortbildung durch Seminare und Veranstaltungen
Koordination und Vernetzung
Prävention und Öffentlichkeitsarbeit
Angebote für Kindertagesstätten, Schulen, Heimen etc.
Gruppenangebote, Elternabende
Presse und Medienarbeit
Entwicklung und Durchführung von präventiven Angeboten Herausgabe von Fachpublikationen

Der Arbeitsansatz
Die Lebenssituation von Familien ist gekennzeichnet durch eine verwirrende Vielfalt von Möglichkeiten bei gleichzeitig zunehmenden Einschränkungen und Zwängen.
Familie kann heute vieles sein: mit Trauschein oder ohne, alleinerziehend oder mit Partner, mit einem oder mehreren Kindern, oder mit Kindern aus vorangegangenen Beziehungen. Kinder und Erwachsene müssen sich in vielen Lebenswelten bewegen: Arbeit, Freizeit, Hobby, Schule, Kindergarten, Hort, Ausbildung.
,,Heile", einfache Strukturen, die nicht hinterfragt werden müssen und tradierte Sicherheiten geben, sind verloren gegangen. Die Realität vieler Familien ist von ihren Erwartungen und Sehnsüchten oft weit entfernt.
Kinder verkörpern allein mit ihrer Existenz und ihren Vorstellungen viel von dieser ,,heilen Welt". Kinder brauchen nach wie vor Mutter und Vater als verläßliche Figuren. Sie erwarten einen festen Bezugsrahmen, der wie ein sicheres Nest flexibel und haltbar zugleich ist, um Grenzen überschreiten und sich gleichzeitig hinter ihnen geborgen fühlen zu können.
Die Familien müssen Antworten auf viele weitere Fragen finden. Kinderreichtum wird in unserer Gesellschaft nachweislich zum Armutsrisiko - Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern sind besonders gefährdet.
,,Gewalt in Familien" ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass unter diesen Bedingungen Familie nur schwer gelingen will. In der Arbeit mit Kindern und Eltern geht es deshalb stets darum, soziale Wirklichkeiten zu begreifen.
Definitionen und Beschreibungen des ,,Phänomens" dürfen uns nicht dazu verleiten, Problemlagen allein den einzelnen Familien zuzuschreiben.
Die Familie im Blickpunkt halten
Eltern in ihrer Kompetenz stärken ohne ihnen Verantwortung zu nehmen
Gesellschaftliche Rahmenbedingungen erkennen
Eltern waren immer auch Kinder. Oft mangelt es ihnen an Zuwendung und verläßlichen sozialen Bindungen. Sie können in ihrer Kindheit selbst traumatisierende Gewalt erlebt haben und sind tief erschrocken, wenn sie in aktuellen Stress- und Konfliktsituationen ihre alten Ängste und Schwächen in der Gewalt gegen ihre Kinder aufleben sehen.
Wer Kinder schützen will, muß Eltern helfen, eine neue Balance zwischen ersehnter heiler Welt und alltäglicher Realität zu finden
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